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Kommunikationsverband APA

5 Content-Marketing-Trends aus USA und Großbritannien

Der britische Corporate-Publishing-Verband APA stellt die fünf Schlüsseltrends im Content Marketing für 2012 vor. Demnach gilt:

5 Content-Marketing-Trends aus USA und Großbritannien

1 Digital Magazine sind weiter auf dem Vormarsch - neben Apps und PDFs
Ging es 2011 noch vorrangig darum, wie sich Kundenmagazine möglichst komfortabel in Magazin-App-Formate übertragen lassen, so zeichnet sich derzeit ein Trend hin zu HTML 5-Formaten ab. Die Financial Times machte den Anfang, als sie sich mit ihrer neuen HTML5 App zugleich aus dem Apple App Store verabschiedete. 2012 werden weitere Publisher folgen. Das hat Konsequenzen für die Magazingestaltung. Das iPad ist nicht mehr das Maß aller Dinge. Der Blick schärft sich auf magazinähnliche Formate, die auf vielen Plattformen funktionieren, inklusive Googles Android.

2 Im Fokus steht weniger die App als vielmehr der Content
Dem aktionsgesteuerten Dialog via Smartphone-App steht zunehmend der langfristig bindende contentorientierte Dialog über Print-Publikationen und emotional gestaltete Websites gegenüber. Das bestätigt auch die wachsende Zahl von Publikationen, neuen Agenturen und Verlagen im Corporate-Content-Markt.

3 "Altmodische" redaktionelle Werte sind wieder "in"
Viele Jahre verstand man unter Suchmaschinenoptimierung nicht viel mehr, als das passende Schlüsselwort in der Headline zu platzieren. 2011 führte das Google Panda Update zum großen Umdenken. Priorisiert werden seither Websites, die eigenen Content produzieren. Dieser neue Trend beeinflusst auch Twitter und Facebook: Wer zu starken Inhalten führen kann, hat mehr Follower und Friends. In Social-Media-Zeiten ein wichtiger Faktor.

4 Print ist nicht tot
Gedruckte Magazine bleiben nach wie vor das Kerngeschäft der CP-Branche. Denn Sowohl in Großbritannien als auch in den USA launchen starke Marken weiterhin Printmagazine als Kernelement ihres Marketingdialogs. Es zeichnet sich sogar ein Print-Comeback ab. Zum ersten Mal seit fünf Jahren wurden in den USA wieder mehr Printtitel gelauncht. Auch in Europa kam es zu einer, wenn auch noch bescheidenen Print-Renaissance - vielleicht als Reaktion auf den digitalen Content, ähnlich dem weitverbreiteten MP3-Format, das wieder verstärkt von der Vinylplatte Konkurrenz bekommt.

5 Dieses könnte das Jahr des "Kindle" werden
Bislang begrenzte die niedrige Auflösung und der Schwarz-weiß-Screen von Amazons Kindle den großen Durchbruch des digitalen Contents. Das ändert sich, seit sich die Inhalte von Amazons Kindle auch auf iPad und iPhone laden lassen. Das Interesse der Leser dürfte 2012 auch mit dem neuen Amazon Kindle Fire wachsen. Das Tablet hat viele Funktionen ähnlich denen von iPad oder Samsung Galaxy, ist aber für die Nutzung von Amazon-Content optimiert und soll nicht einmal die Hälfte des billigsten iPads kosten. Wird der Kindle Fire zum Erfolg, profitieren davon auch Publisher. Nicht allein, dass sich das neue Tablet ideal als Vertriebsweg eignet, es dürften sich auch schneller als bei seinen Rivalen Vertriebserlöse erzielen lassen. Während nämlich User von Apps für iPhone und iPad erwarten, dass sie kostenfrei zur Verfügung stehen, akzeptiert man bei nahezu jedem Kindle-optimierten Content ein passendes Preisschild.

© CPWISSEN am 16.01.2012 11:52

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