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Siemens digitalisiert das Mitarbeitermagazin

Mit einem teilautomatisierten Prozess bringt die Kommunikationsabteilung die internen Inhalte ins Netz. Unterstützt werden sie dabei von Publicis.

Siemens digitalisiert das Mitarbeitermagazin

Die Gründe für das Online-Magazin in der Internen Kommunikation von Siemens sind nicht wirklich neu: Ein Großteil der Mitarbeiter liest lieber am Bildschirm, zudem spielt der Umweltschutze für viele eine große Rolle. Das ließ sich das Kommunikationsteam um SiemensWelt-Chefredakteur Stefan Wimmer am Wittelsbachplatz in München in einer Mitarbeiterbefragung bestätigen. Die tatsächlich überzeugenden Argumente aber liegen sicher nicht zuletzt bei den Druck- und Vertriebskosten sowie den Dialogmöglichkeiten, die das digitale Medium bietet..

Die SiemensWelt erscheint bislang mit der stattlichen Auflage von 410.000 Exemplaren. In sechs Sprachen übersetzt, fand sie von Deutschland aus ihren kostspieligen Weg zu den Arbeitsplätzen der Siemensianer in etwa 100 Ländern.

Zwar existierte das Heft, das zehnmal im Jahr erscheint auch bislang bereits als PDF und E-Paper, aber eher in der Funktion eines Me-too-Mediums, das nebenbei mitlief. Mit dem digitalen Magazin erhält jeder Mitarbeiter mit Intranetzugang einen Newsletter, der über die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe informiert und Beiträge zu speziellen Themen ankündigt. Eine verringerte Auflage der gedruckten Ausgabe wird es weiterhin – insbesondere für Mitarbeiter ohne Computerarbeitsplatz – geben. In Deutschland und einigen weiteren Ländern können Mitarbeiter zusätzlich die Printversion abonnieren. Dadurch sinkt die Druckauflage um etwas zwei Drittel.

Print-Kernland bleibt derweil Deutschland. „Der Wunsch nach einer weiterhin gedruckten Ausgabe hat sich hier auch in der Leserumfrage gezeigt, während sich asiatische Länder inzwischen als deutlich print-abstinent herauskristallisiert haben“, weiß Stefan Wimmer, seit 2011 Chefredakteur der SiemensWelt.

Neben dem Kostenvorteil punktet die neue digitale SiemensWelt - unterstützt von Publicis - mit responsive Design, so dass eine attraktive Darstellung auch auf mobilen Endgeräten möglich ist, mit zusätzlichen Inhalten, wie Videos, Bildergalerien und interaktiven Grafiken. Flankiert wird das digitale Mitarbeitermagazin von einem Nachrichtenkanal im Intranet, dem NewsCenter und dem internen sozialen Netzwerk. Künftig sollen Themen aber auch nach außen gespielt werden. „Unsere Mitarbeiter haben großartige Geschichten zu erzählen, die auch ein externes Publikum interessieren“, sagt Wimmer.

An der grundsätzlichen Organisation der Inhalte mit Schwerpunktausgaben und Stories, bei denen die Mitarbeiter in den Mittelpunkt gerückt werden, ändert sich nichts, sie stand nicht im Fokus des Digitalisierungsprojekts. Die Print-Workflows sind auch weiterhin Ausgangspunkt der digitalen Ausgabe. Auf Basis des Redaktionssystems Vjoon K4 wurde der Produktionsprozess an der Schnittstelle zwischen dem Redaktionssystem K4 und dem Content Management System teilautomatisiert, so dass sich Inhalte der Printausgabe sowie zusätzliche Headlines, Teasertexte, Bildunterschriften und Fotos leicht ausspielen lassen. Dort lassen sich kleinere Anpassungen vornehmen und Videobeiträgen oder interaktive Grafiken integrieren. Die Geschäftsbereiche – die sogenannten Sektoren – unterhalten eigene Redaktionen und sind weiterhin quartalsweise mit eigenen Büchern Teil der SiemensWelt – sowohl in gedruckter, als auch in digitaler Form.

© CPWISSEN am 07.11.2013 17:18

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