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Beteiligung an SK Gaming

Daimler will neue Kunden im E-Sport gewinnen

Auf seiner Suche nach neuen Zielgruppen, findet Daimler zunehmend Gefallen an E-Sports. Deutlich geringere Kosten im Vergleich mit dem gerade beendeten DFB-Sponsoring verstärken die neue Leidenschaft.

Daimler positioniert sich im E-Sport

Die Spieler Crownshot (Jus Marusic), Werlyb (Jorge Casanovas), Pirean (Junsik Choi), Selfmade (Oskar Boderek) und Dreams (Min Kook an) von SK Gaming beim Daimler-Fotoshooting.

Daimler geht voran und investiert als erster Automobilhersteller in ein E-Sports-Team. 2017 als Partner der ESL (Electronic Sports League) gestartet, wurde das E-Sports-Engagement des Stuttgarter Autoherstellers zuletzt im Oktober 2018 zum globalen ESL-Mobilitätspartner ausgebaut. Die Beteiligung an SK Gaming soll jetzt Daimlers Bekenntnis zum professionellen Gaming als Teil einer globalen Jugendkultur manifestieren. Bettina Fetzer, Vice President Marketing Mercedes-Benz Pkw:

"Uns fasziniert sowohl die Begeisterung dieser jungen und digitalen Generation für professionelles Gaming, als auch die völlig neue Art des Medienkonsums und der Kommunikation innerhalb der Fangemeinde. Mit der Beteiligung an SK Gaming wollen wir uns an diesem Austausch beteiligen – offen, partnerschaftlich und neugierig."

 

Daher wird der Mercedes Stern künftig auf den Trikots der 1997 gegründeten SK Gaming platziert sein. Neben der Rückkehr in die LEC, Europas führender League of Legends Liga, tritt SK Gaming mit eigenen Teams und Spielern unter anderem bei Spielen wie FIFA, Clash Royale oder Hearthstone an. Alexander Müller, CEO und Teilhaber von SK Gaming, schwärmt: "Mit Mercedes-Benz als Partner werden wir die Grenzen dessen, was vor fünf Jahren noch niemand für möglich gehalten hat, weiter verschieben." 

Die Zusammenarbeit umfasst neben der Logopräsenz auch umfangreiche Content-Projekte, gemeinsame Aktivierungsmöglichkeiten und gegenseitigen Know-how-Transfer.

Daimler ließ sein jahrzehntelanges Sponsoring des DFB erst Ende 2018 auslaufen. Offenbar hielt man das Gewinnstreben des DFB weder für vernünftig noch verhältnismäßig. Für ein 2018 erstmals ausgeschriebenes Sponsoringpaket sollte Daimler für weniger DFB-Leistung mehr zahlen. Hinzu kam, dass das ZDF im Bieterverfahren für die Übertragungsrechte an der UEFA-Champions League leer ausgegangen war. Die Reichweitenkosten dürften jedenfalls beim E-Sport noch deutlich unter dem Fußball liegen.  

© CPWISSEN am 15.01.2019 11:53

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