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Oliver Chaudhuri, Hirschtec

Niedrigschwellig und bildgewaltig: So funktioniert mobiles Intranet

Unterwegs am Flughafen, in Auto, Bus oder Bahn – Firmen-Nachrichten und -Informationen wandern zunehmend auf Tablet und Smartphone. Wie lässt sich das Angebot so optimieren, dass es von Mitarbeitern gerne genutzt wird? Tipps von Oliver Chaudhuri, Principal Consultant Kommunikation und Geschäftsstellenleiter Düsseldorf bei Hirschtec:

Oliver Chaudhuri
Oliver Chaudhuri

Bildergalerien. Mobile Kommunikation lebt von Bildern: Im Social Web verzeichnen Plattformen wie Instagram oder Snapchat die höchsten Wachstumsraten. Entsprechend erwarten die Menschen auch in der internen Kommunikation mehr visuelle Impulse. Mit Hilfe von Fotogalerien können zum Beispiel pointiert mehrstufige Produktionsprozesse erläutert oder der Arbeitsalltag von Abteilungen und Teams („Ein Tag mit ...“) anschaulich in Visual Stories erzählt werden.

Nicht genügend eigenes Bildmaterial vorhanden? Binden Sie Ihre Nutzer ein. „Wie wird das neue Leitbild vor Ort erläutert?“, „Wie wird die aktuelle CSR-Aktion umgesetzt?“, „Wie kommen die neugestalteten POS-Aufsteller in der Filiale an?“. Diese und andere Fragen können durch geteilte Bilder von Ihren Zielgruppen eingängig beantwortet werden und weitere Kollegen zum Mitmachen animieren (Stichwort: Multiplikatoren/Botschafter).

Videostatements. YouTube & Co. haben unsere Sehgewohnheiten verändert. Kurze Minuten-Statements ohne Textskript und Teleprompter, dafür mit umso mehr Authentizität, locken die Zuschauer. Die nicht-perfekte Ausleuchtung und ein „Ääh“ des Sprechers irritieren mittlerweile niemanden mehr. Der Vorteil: Solche Videos lassen sich kostengünstig ohne Unterstützung durch eine externe Crew mit dem eigenen Smartphone oder Tablet-PC produzieren.

"Beschlüsse der Geschäftsleitung sollten Sie natürlich nicht zur Abstimmung stellen"

Blitzumfragen und One-Click-Votings. Sie sind mächtige Verbündete, um Stimmen und Stimmungen einzufangen. „Ist unsere neue Strategie verständlich erklärt?“, „War unser Messeauftritt ein Erfolg?“. Solche niedrigschwelligen Ja/Nein-Fragen sind ein Garant für hohe Beteiligung und bedeuten immer auch ein Stück Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern. Ebenfalls beliebt: Die Kollegen über Abstimmungen einbinden: „Zu welchem Thema soll unser CEO sein nächstes Editorial schreiben? a) Digitalisierung, b) Innovation, c) Nachhaltigkeit?“. Nicht gemeint ist damit natürlich, Beschlüsse der Geschäftsleitung oder ähnliches zur Abstimmung zu stellen.

Content-Snippets. Klein, aber fein: In Infotainment-Rubriken wie „Zahl der Woche“, „Zitat des Monats“ oder „Schon gewusst?!?“ können harte Fakten sanft erzählt werden. So wird Wissen ohne erhobenen Zeigefinger sympathisch vermittelt.

Info- und Pfadgrafiken: Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter gehören Infografiken zu den meistgeteilten und beliebtesten Formaten. Spaß bereiten dem Nutzer auch Pfadgrafiken, zum Beispiel um komplexe Produktionsprozesse oder Schritte und Beteiligte in der Lieferkette besser verstehen zu können.

Illustrationen und Avatare, Icons und Piktogramme. Diese grafischen Elemente sind untrennbar mit dem Social Web verbunden und durch unseren Alltag „gelernt“. Sie begegnen uns auf unseren Hausgeräten, Computern oder Anzeigetafeln an Bahnhof, Flughafen oder auch beim Einkaufen. Als starke Signalgeber bereichern sie auch die Informationsangebote und Botschaften von Unternehmen.

Kurzinterviews. Lange Fließtexte sind Gift für die Akzeptanz auf mobilen Endgeräten. Höhere Selektivität bedeutet mehr Akzeptanz, zum Beispiel via Kurzinterviews („Drei Fragen an ...“, „Bitte vervollständigen Sie den Satz ...“).

Viel Erfolg bei der mobilen Ansprache ihrer Mitarbeiterschaft!

Die Hamburger Agentur Hirschtec ist auf Intranet-Lösungen spezialisiert und wurde vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) gerade unter die Top-10 der Intranet-Agenturen gewählt.

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© CPWISSEN am 07.11.2016 17:10

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