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Trendpapier

BVIK: Fünf Thesen zur Digitalisierung in der B-to-B-Kommunikation

Was bedeutet die Digitalisierung für B-to-B-Unternehmen im Marketing? Der Bundesverband Industrie Kommunikation (BVIK) hat dazu ein neues Trendpaper veröffentlicht und diskutiert fünf zentrale Thesen.

BVIK: Fünf Thesen zur Digitalisierung in der B-to-B-Kommunikation
Kai Halter

Mit diesen fünf Themen befasst sich der BVIK in seinem neuen Papier: 

1. Virtual Reality ersetzt die reale Produktpräsentation.
2. Jede Kundeninteraktion beginnt mit einem virtuellen Assistenten.
3. Data Analytics schafft hyperpersonalisierte Kundenerlebnisse.
4. Menschliche Kontakte werden in einer digitalisierten Welt wieder wichtiger.
5. KI und Automatisierung werden viele Marketingmitarbeiter ersetzen.

Ziel des Papiers ist es, Marketingverantwortlichen aufzuzeigen, wohin die Reise der digitalen Transformation geht. Außerdem erklären die BVIK-Vorstände, welche Trends und Themen aus ihrer Sicht das B2B-Marketing im Jahr 2019 dominieren. Kai Halter (Bild), BVIK-Vorstandsvorsitzender und Director Marketing, Bei Ebm-Papst Mulfingen, geht davon aus, dass das Marketing auch weiterhin intensiv mit den Auswirkungen der Digitalisierung zu tun haben wird:

"Wir werden Fachsilos reduzieren und interdisziplinäre, agil zusammengesetzte Teams brauchen, um Anforderungen die der nächsten Jahre erfolgreich zu lösen. Das ist eine große Chance, dem Marketing eine noch prägendere Rolle in der B2B-Kommunikation zu geben."

Ähnlich sieht es Silke Lang, BVIK-Vorstand und Leitung Marketing Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth.

Sikle Lang

"Grenzen zwischen Vertrieb und Marketing werden immer durchlässiger. Das klassische Marketing im bisherigen Industriegeschäft, in dem die Regel galt, dass erst ein Produkt komplett entwickelt sein musste, bevor es in den Markt kommuniziert wird, ist heute überholt. Das Marketing nimmt heute viel früher die Rolle wahr, Trends aus dem Markt zu identifizieren, um diese für die  Vermarktung der eigenen Leistung erfolgreich einzubeziehen. Marketer müssen neue, zunehmend digitale Angebote frühzeitig verstehen und gemeinsam mit dem Vertrieb die Kommunikationsstrategie zum Markt entwickeln."

Ramona Kaden, BVIK-Vorstand und Geschäftsführerin von Star Publishing sieht eine Kombination aus Automatisierung und persönlicher Kundenbeziehung auf das Marketing zukommen.

Ramona Kaden

"Ziel ist es, den Kunden bereits mit dem Bedürfnis abzuholen, von dem er im besten Fall noch gar nicht weiß, dass er es hat. Leichteres Spiel hat das Unternehmen, das auf Marketing Automation und/oder künstliche Intelligenz setzt. Tools, die Daten – in welcher Form auch immer – sammeln, auswerten, damit nahezu perfekte Userprofile erstellen und dann sogar passgenaue Werbetexte kreieren, vereinfachen das Marketing und die Kommunikation mit Kunden enorm. Die Kunst bei all dieser 'Zauberei' ist allerdings, die Ergebnisse so zu verpacken, dass der Kunde nicht merkt, dass hier Automatisierung im Hintergrund läuft. Denn dann hat man schon verloren. So bleibt die persönliche Kundenbeziehung nicht ganz zu vernachlässigen."

Jens Fleischer, BVIK-Vorstand und Geschäftsleiter Strategie und Beratung von Medienformer, spricht sich für schnelles, unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen aus.

Jens Fleischer

"Digitalisierung, Agilität, Transformation – die Buzzwords andauernd nur in den Mund zu nehmen, bringt uns im globalen Wettbewerb keinen Vorteil. Die Welt dreht sich weiter, ob wir darüber sprechen oder nicht. Im Trend liegt auch 2019 das Machen. In der immer kürzeren Zeit, die den Unternehmen für Entwicklungen und Entscheidungen bleibt, ist schnelles, unternehmerisches Denken und vor allem Handeln auf allen Ebenen essenziell. Das gilt für das Marketing in den Industrieunternehmen, erst recht aber bei den  Kommunikationsdienstleistern, deren Asset die größeren Freiheitsgrade im Denken und Handeln sind."

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© CPWISSEN am 11.02.2019 18:33

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