Best Practices
Zeitzeugen eines Jahrhundertprojekts
Gotthard-Fahrbahn-Dokumentation: informativ, spannend und imageprägend
SITUATION
Durch den Gotthard-Basistunnel sollen ab 2015 Züge mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern rauschen. Das erfordert den Einbau einer festen Fahrbahn. Kernstück des Fahrbahn-Einbaus im Tunnel ist der speziell für diesen Zweck in Frankreich gebaute 500 Meter lange Betonzug, der den Frischbeton direkt im Tunnel mischt.
ZIELE
Im Auftrag der ARGE Fahrbahn
Transtec Gotthard macht die Gotthard-Fahrbahn-Dokumentation die technische Meisterleistung bei diesem Jahrhundertprojekt weltweit Schritt für Schritt erlebbar. Die kontinuierlich aktualisierte Filmdokumentation ist eine neue Art der Wahrnehmung eines derartigen Projektes: der Zuschauer ist Zeuge des Baufortschritts und wird von den leitenden Ingenieuren aus erster Hand informiert. Der hochwertige Film dokumentiert das Alleinstellungsmerkmal der Auftraggeber unter nationalen und internationalen Fernverkehrs- sowie privaten Bahnunternehmen.
Konzipiert und produziert wird von Spezialisten aus dem Bereich Corporate Film and Video. Das Filmprojekt entwickelt sich mit dem Fortschritt der Baumaßnahmen und läuft voraussichtlich noch bis zum Jahr 2015.
Projektleiter Detlef Obieray:
„Die filmische Begleitung des Projektfortschrittes ist ein zeithistorisches Dokument, das der Bedeutung des Gesamtprojektes gerecht wird. Mit dem Film wollen wir zeigen, dass Technik und Fortschritt von Menschen gemacht werden. Sie sind Handelnde und Zeitzeugen zugleich.“
ZIELGRUPPEN
Die Dokumentation schafft den Spagat und erschließt für den Auftraggeber ARGE Fahrbahn Transtec Gotthard sowohl interne (Mitarbeiter der einzelnen Unternehmen aus dem Verbund der ARGE, die Öffentlichkeitsabteilungen der beteiligten Unternehmen) als auch externe Zielgruppen.
UMSETZUNG
An die Beteiligten des Filmteams werden hohe Anforderungen gestellt:
Flexibilität
Die Bewegtbild-Dokumentation bietet ein Höchstmaß an dynamischer Anpassungsfähigkeit. Sie ist passgenau erweiterbar. Aufgrund möglicher projektbedingter Verschiebungen der Produktionszeitfenster zählt zu den Anforderungen an den Filmproduzenten, innerhalb von 24 Stunden mit einem HD-Filmteam im Gotthard-Tunnel drehfertig sein zu können.
Journalistische Inhalte
Die technischen Themen und die Sicherheitsaspekte des Projekts werden journalistisch fundiert aufbereitet.
Visuelle Gestaltung
Die Dokumentation verläuft unter schwierigen Baustellen-Bedingungen im Tunnel (Sicherheitsbestimmungen, Staub, Lärm). Das Produktionsteam entwickelte deshalb zunächst eine Strategie für die Produktionsabschnitte, ein Konzept für „Look and Feel“ des Films und eine Zielvorgabe des optimalen Ergebnisses.
Schon von Beginn an vermittelt der Film die komplexe Thematik ebenso anschaulich wie emotional. Die Dimensionen des Projektes sind eindrucksvoll herausgearbeitet. Wichtiger Ansatz: Die beteiligten Ingenieure und Entscheider übernehmen das Storytelling. Dadurch erreicht der Film ein Höchstmaß an Authentizität, untermauert die Glaubwürdigkeit und stärkt das Vertrauen in die Expertise des Unternehmens ARGE Fahrbahn Transtec Gotthard (Balfour Beatty Rail / Alpine).
Ein Sprecher wird nur für einordnende Statements in der finalen, mehrsprachigen Version eingesetzt. Bis zur Fertigstellung des Projektes vermittelt der Film durch die visuelle Gestaltung, welche Bauabschnitte schon abgeschlossen sind und welche aktuell umgesetzt werden. Eine kraftvolle Bildsprache in satten Farben betont den aktuellen Stand des Projekts, entsättigte und entfärbte Sequenzen dokumentieren bereits abgeschlossene Phasen.
Inhaltliche und technische Kompatibilität
Die Internationalität des Projektes erfordert Fingerspitzengefühl sowohl bei Statements als auch in der Bildgestaltung: Hier führt Understatement zum Erfolg.
Ebenso wichtig wie die inhaltliche ist die technische Kompatibilität. Der Auftraggeber will den Film weltweit zugänglich machen und benötigt das Bewegtbild in allen gängigen Containern (Quicktime, Flash, WMV, MPEG-4, AVI) und mit angepassten Codes. Die Dokumentation soll auf Messen und bei Events in Full-HD ebenso präsentiert wie als Mail-Anhang verschickt werden können. Die Filmproduktion in Frankreich und der Schweiz ist grundsätzlich Netzstrom-unabhängig eingerichtet. Für den Einsatz im Tunnel arbeiten die Filmteams mit mobilen, leistungsstarken Einheiten, die einen Premium-Look möglich machen, obwohl sie akkubetrieben sind. Beste Ergebnisse hat diese Vorgehensweise auch bei anderen Produktionen in Tunnels hervorgebracht (Hochgeschwindigkeitsstrecke Karlsruhe-Basel, U-Bahn München).
Aktualisierung
Die Gotthard-Fahrbahn-Dokumentation wird nach jedem erreichten Milestone innerhalb von Tagen aktualisiert. Die Gefahr bei Dokumentationen dieser Art sind inhaltliche und logische Bild-Lücken, die nicht wieder zu schließen sind, weil der Bau zu weit fortgeschritten ist. Das Produktionsteam begegnet diesem Handicap mit der Strategie des Over-lapping, einem engmaschigen journalistisch-inhaltlichen Netz, das Anschlussfehler so gut wie ausschließt.
Modularer Aufbau
Die modulare Produktion von Bewegtbildern führt zu einem redaktionell-sequentiellen Aufbau des Films. Das bedeutet: Die vorgegebene Filmlänge wird niemals überschritten, mit jedem neuen Dreh verdichtet sich der Film sowohl visuell wie auch inhaltlich. Die grundlegende Struktur ist mit dem Auftraggeber detailliert abgestimmt. Die etablierten Storyteller bleiben erhalten, ihr On-Anteil sinkt jedoch mit jeder Aktualisierung bis zur final angestrebten Präsenz mit den wichtigsten Statements.
WIRKUNG
Die journalistische Dokumentation vom Bau des Zuges und dem Einbau der festen Fahrbahn im Tunnel demonstriert die technische Expertise der beteiligten Unternehmen und untermauert deren technologische Innovationskraft. Zentrale Botschaft ist die Kompetenz der ARGE im Bau fester Fahrbahnen für den Schienenverkehr.
Der Film dient allen beteiligten Unternehmen als Referenz und stärkt deren Image. Zugleich regt er Diskussionen unter Fachleuten an und wirkt meinungsbildend.
Fachleute und Projektteams fühlen sich informiert und sind fasziniert von der Lösung der Aufgabe; Mitarbeiter sehen durch den Film ihre Arbeitsergebnisse direkt in Bezug gesetzt zum Gesamtziel des Projektes. So werden Motivation, Identifikation, und Verantwortungsbewusstsein gefördert.
Manuela Buhl, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Balfour Beatty Rail Deutschland:
"Filmdokumentationen wie diese verschaffen uns einen Wettbewerbsvorteil und sind Differenzierungsmerkmal, besonders in Angebotsphasen für neue Projekte."
Königsfilm, Kassel-Wilhelmshöhe







