Best Practices
Weltweit eine einheitliche Mitarbeiterkommunikation
Bosch Zünder: Die Mitarbeiterzeitung der Robert Bosch GmbH
Strategische Zielsetzung
Der Bosch-Zünder präsentiert sich im 92. Jahr des Erscheinens im neuen Gewand: Mit der Ausgabe 1/2012 ist aus der Publikation im klassischen Zeitungsformat ein sehr magaziniges Tabloid geworden. Sieben Jahre nach der Internationalisierung der bis 2005 lediglich in Deutschland erschienenen Zeitung ist dies der nächste Innovationsschub – und zugleich der Startschuss zum Ausbau einer neuen, noch stärker integrierten Medienfamilie der internen Kommunikation bei Bosch.
Leser/Zielgruppe
Der Bosch-Zünder ist das interne Mitarbeiter-Medium des weltweit agierenden Konzerns. Zielgruppe sind sämtliche Mitarbeiter weltweit, circa 300.000 Menschen in rund 350 Niederlassungen in 60 Ländern. Die Themen des Zünders sprechen quer durch alle Beschäftigungsbereiche alle Mitarbeiter im Konzern an – unabhängig von Stellung und Tätigkeitsbereich. Die Wahl der Inhalte berücksichtigt auch die unterschiedlichen privaten und länderspezifischen Hintergründe.
Inhaltliches Konzept
Mit dem Relaunch hat sich nicht nur das Format, sondern auch das inhaltliche Konzept des Bosch-Zünder verändert. Jede Ausgabe steht unter einem Metathema, das auch das magazinige Cover dominiert; in der ersten Ausgabe ist es "Mut". Dieses nimmt zehn der 24 Seiten ein und wird in mehreren Geschichten umgesetzt, die "Mut" in einem sehr unterschiedlichen Kontext und aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachten.
Die erste Doppelseite umreißt das Metathema als Ganzes und führt zu den weiteren Geschichten hin. Mit der Einstiegsrubrik "Das Erfolgsteam", den "Menschen"-Seiten, der Seite der Bosch-Stiftung und anderen Formaten sind bewährte Elemente des bisherigen Formats weiterentwickelt und in das neue Konzept integriert worden.
Neu sind die Meinungsseite, die Doppelseite ".bosch" mit Meldungen aus den Ländern sowie die Strategieseite als ungewöhnliche letzte Seite. Durch diese Neuausrichtung präsentiert sich der Bosch-Zünder stringenter, klarer, hintergründiger und aufgeräumter.
Sprachliches Konzept
Die Faszination der Bosch-Gruppe vermitteln, ohne Problemfelder auszublenden. Das ist nach wie vor der Leitgedanke und der Anspruch des Bosch-Zünder. Dies gelingt mit journalistischem Handwerkszeug: einer klaren Sprache, einer breiten Themenpalette und der Vielfalt an Stilmitteln. Im "Bosch-Zünder" hat die sachliche Nachricht ebenso ihren Platz wie die lebendige Reportage, das Interview, das Feature oder die meinungsfreudige Kolumne.
Doch ebenso wichtig ist die Herangehensweise an Themen – geleitet von der Motivation, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Berichterstattung zu rücken. Also Geschichten zu erzählen, in denen die Mitarbeiter die Hauptrolle spielen – über neue Produkte, über unternehmensweite Projekte, über Standorte, Regionen und Länder, über besondere Hobbys. Bei strategischen Konzernthemen heißt Mitarbeiterorientierung, verständlich zu informieren, Entwicklungen und Entscheidungen in den Gesamtzusammenhang einzuordnen.
Gestalterisches Konzept
Wenn aus einem klassischen Zeitungsformat ein magaziniges Tabloid wird, dann verrät das schon einiges über das Design. Der neue Bosch-Zünder ist bildlastiger, opulenter und gestalterisch aufwändiger, baut mehr auf Doppelseitenoptik und großen Überblick. Einzelne Themen erhalten mehr Platz, die zeitungstypische Kleinteiligkeit wich einer großzügigen und aufgeräumten Optik.
Allerdings ist das Medium auch nach dem Relaunch nicht abgehoben und verkünstelt, sondern informationsgeleitet und themengesteuert. Die größten Änderungen neben dem reinen Blattformat ergeben sich aus dem Konzept eines Metathemas, das den Auftritt prägt (Cover) und im Heft zehn Seiten einnimmt.
Dramaturgisch ist das eine Herausforderung, die durch unterschiedliche Formate und Textlängen, den Einsatz von Infografiken und prägnanten Bildern bewältigt wird. Ebenso einfach wie bestechend ist die Umsetzung der ".bosch"-Seiten, auf denen die Meldungen aus der Welt des Konzerns nicht nur Platz finden, sondern durch eine lebendige und bunte Bebilderung einen attraktiven Rahmen bekommen.
Bildkonzept
Menschen und Technik – aus diesem Kontrast bezieht der Bosch-Zünder die Spannung seiner Bildsprache. Kombiniert mit der kulturellen Vielfalt des Weltkonzerns ergibt das eine eindrucksvolle Mischung an Themen, Perspektiven und Motiven. Neben Fotografien kommen Infografiken (oft doppelseitig) und Illustrationen zum Einsatz.
Internationale Kommunikation
Der 24-seitige Mantel wird von der Redaktion in Stuttgart auf Deutsch erstellt und anschließend in acht weitere Sprachen übersetzt. Darüber hinaus gibt es 4- bis 16 seitige Länderausgaben (als eigene Beileger) für Deutschland, USA, Großbritannien, Mexiko, Frankreich, Spanien, China und Österreich mit eigenen Themen und Inhalten, die von den lokalen Kommunikationsabteilungen verfasst werden. Auch Geschäftsbereiche erstellen eigene Beileger, wie z. B. Diesel Systems, die in zehn Sprachen erscheinen und dem Mantel beigefügt werden.
Auszeichnungen
Best of Corporate Publishing
2012: Nominiert
2011: Silber
2010: Silber
2009: Silber
2008: Silber
2006: Silber
Astrid Award
2011: Silber
2008: Gold und Grand Award
2007: Gold
Inkom Grand Prix
2005, 2006, 2007 jeweils 1. Platz
2008: Gold-Gold
2009 und 2010: jeweils 2. Platz
2011 3. Platz
Inspire
2011: Silber
2010: Platin
2009: Gold
Spotlight Encore
2012: Bronze
2011: Gold
Spotlight
2011: Gold
Ujjef
2009: 1. Platz
Mercury
2011: Honor
icma
2011: Award of Excellence
FEIEA
2006: 1. Platz
2011: 1. Platz
European Excellence
2007: Nominierung
ECON
2009: Nominierung
DPWK
2009: Nominierung
Deutscher PR Preis 2006
communicator
2007: Award of Distinction





