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Mehr Öko ins Marketing

Scheufelen macht Gras zu Papier

1969 schickte die Papierfabrik Scheufelen mit der Apollo 11 das erste nicht brennbare Papier zum Mond. Jetzt gibt sie ökologisch orientierten Marketingprofis ein neues Papier aus Gras an die Hand.

Scheufelen Graspapier

Für die jüngste Produktfamilie aus dem Hause Scheufelen werden 50 Prozent Frischfasern aus sonnengetrocknetem Gras verwendet. Dieses kommt nicht, wie bei manchem Weltmarktkonkurrenten, von irgendwo her,  sondern aus der nächsten Umgebung der Papierfabrik: der Biosphärenregion Schwäbische Alb. Der große Vorteil bei der Produktion ist ein verschwindend geringer Wasserbedarf, nämlich weniger als ein Liter pro Tonne Graszellstoff. Zum Vergleich: Bei der Produktion von Holzzellstoff werden mehrere tausend Liter pro Tonne benötigt. Die Grasverarbeitung spart zudem 80 Prozent Energie, kann auf Prozesschemikalien komplett verzichten – und kennt quasi keine Lieferengpässe.  

Was vor allem die Verpackungsindustrie freuen wird: Die Lebensmittelunbedenklichkeit wird durch ein entsprechendes ISEGA Zertifikat bestätigt, außerdem ist das Material recyclingfähig, kompostierbar und FSC-Mix zertifiziert (FSC® C009951). Das Graspapier ist allerdings nicht nur zu Herstellung von Wellpappenrohpapieren, Linern und Faltschachteln geeignet, sondern ebenso für grafische Anwendungen.  

Der hochweiße Zellstoffkarton unter der Marke phoenolux wird in Flächengewichten von 160 bis 700 g/qm angeboten und eignet sich für Verpackungen und Displays in Branchen mit hohen Qualitätsansprüchen wie Kosmetik, Mode oder Lebensmittel ebenso wie für hochwertige Geschäftsberichte, Broschüren, Bücher, Kunstdrucke oder Kalender.

Scheufelen Graspapier

© CPWISSEN am 02.05.2017 14:08

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