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AR und VR im Content Marketing

Mozilla plant für diesen Sommer einen Mixed-Reality-Firefox

Heute greifen wir noch per Smartphone, Tablet und PC auf das Internet zu, in fünf bis zehn Jahren per Brille mit AR und VR. Bei Mozilla programmiert man deshalb einen ganz neuen Firefox – auch für Marketing-Pioniere.

Firefox Reality

Firefox Reality soll der erste plattformübergreifende Browser für die brillengestützte Mixed Reality sein. Zwar gibt es bereits Lösungen. Diese sind aber an eine Plattform gebunden und funktionieren nur in einem geschlossenen Kosmos. Marketer experimentieren beispielsweise über Snapchat (Beispiel: BMW Modelllaunch) oder App (Beispiel: Einrichten mit Ikea). Firefox Reality soll dagegen unabhängig auf einer großen Bandbreite von Geräten und Plattformen verfügbar sein. Das weckt im E-Commerce ganz neue Fantasien. 

Ein quelloffener Browser für die Mixed Reality 

Wie bereits der Firefox-Browser für Desktop-Computer, wird auch Firefox Reality ein Open-Source-Modell – transparent und offen für die Plattformen aller Hersteller, unter hohem Schutz der Privatsphäre, wie man bei Mozilla betont:

"Auch wir kennen natürlich noch nicht sämtliche Antworten auf die Frage, wie Privatsphäre in diesem neuen Medium gestaltet sein wird, aber wir wollen es unbedingt herausfinden. Dabei werden wir uns auch in Zukunft an dem bewährten Freigabemodell des Webs als Plattform orientieren, das sogar deutlich mehr Schutz erlaubt als native Apps."

Der Firefox Reality soll zudem superschnell werden. Dabei profitiert man von der bereits beim 2017 veröffentlichten Firefox Quantum – ein Browser, der mit Fokus auf Geschwindigkeit ganz neu entwickelt wurde. Dieses Wissen, die entsprechende Technik und Erfahrung soll jetzt in den neuen Browser für Mixed-Reality-Brillen einfließen. 

Die Mixed Reality wirft noch viele Fragen auf 

Wie soll Texteingabe hier funktionieren? Wie werden Emotionen ausgedrückt? Wie werden die Milliarden von 2D-Webseiten, die es bereits gibt, oder auch neue 3D-Inhalte dargestellt? Wie sieht Kommunikation konkret aus? Wer entwirft und kontrolliert diese Welt? Lässt sich auf das bisherige Know-how in Spracherkennung und Connected Devices aufbauen, um eine bessere Surf-Erfahrung zu schaffen? Bei Mozilla wird herumexperimentiert, um die richtigen Antworten zu finden.

Die Zukunft der Mixed Reality sind jedenfalls offene Anwendungen – davon ist man bei Mozilla überzeugt. Denn es geht darum, Nutzern immer neue Erfahrungen zu bieten. Der Übergang von einer virtuellen Erfahrung zur anderen sollte daher reibungslos verlaufen. 

Mit dem Firefox ist Mozilla auf einem guten Weg. Der Browser hat als erster WebVR unterstützt, einen offenen Standard, über den sich VR-Inhalte per Web-URL teilen und ausprobieren lassen. Es braucht also nur noch geeigneten Content. 

© CPWISSEN am 09.04.2018 11:53

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