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Marketing Automation

Gores verkauft Quark Software an Parallax

Mit revolutionären Neuerungen seiner Publishing-Software XPress hat Quark jüngst von sich reden gemacht. Jetzt verkauft Eigentümer Tom Gores den Systemhersteller an einen kapitalkräftigen Spezialisten für Softwareentwicklung. Bewegt sich Quark mithilfe des frischen Kapitals an die Spitze der Anbieter von Content-Automation-Lösungen?

Gores Quark

Der in der Verlags- und Druckindustrie vor allem für seine Layoutsoftware bekannte Hersteller Quark Software Inc. ist von der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Parallax Capital Partners übernommen worden. Parallax hat Quark seinem bisherigen Eigentümer, der Platinum Equity des schillernden US-Milliardärs Tom Gores (Foto), abgekauft.

Der Besitzerwechsel soll die Position des Softwarehauses im Enterprise-Content-Automatisierungsgeschäft weiter stärken. Die neue Eigentümerin, die in Südkalifornien ansässigen Private-Equity-Gesellschaft Parallax, ist ein auf Softwareentwicklung spezialisierter Kapitalgeber. Sein Managing Partner James Hale lobt Quark in den höchsten Tönen: „Das Unternehmen hat hervorragende Talente, fortschrittliche Technik und einen renommierten Kundenstamm.“

Laut dem Denver Business Journal soll der langjährige Chef von Quark, Ray Schiavone, dem Unternehmen erhalten bleiben, ebenso das gesamte Management-Team sowie die weltweit 300 Angestellten.

Der Publishing-Pionier hatte sich in jüngster Vergangenheit vor allem auf das Geschäft mit transformatorischen Content-Automation-Lösungen für Großunternehmen, Organisationen und Konzerne fokussiert. Flaggschiff blieb dabei aber immer Quark Xpress, das im Frühjahr dieses Jahres mit einer Reihe revolutionärer Neuerungen an den Markt ging.

So ist Bildbearbeitung jetzt im Programm möglich, Adobe Photoshop als Ergänzung nicht mehr erforderlich. AI-, EPS- und PDF-Dateien sind ebenfalls in XPress editierbar, die Produktion von Apps ist aus XPress heraus auch ohne Abonnement möglich. Und eine XPress-Lizenz gilt nach wie vor lebenslang und nicht einen begrenzten Zeitraum wie bei Konkurrent Adobe.

Die Gründer- und Eigentümerfamilie um den indischstämmigen Farhad „Fred“ Ebrahimi hatte das Unternehmen 2011 an Tom Gores' Platinum Equity verkauft. Gores gilt als kühler Rechner. Er erwirbt Unternehmen mit guter Substanz und Perspektive, um sie dann gestärkt wieder in die Märkte zu entlassen. 

© CPWISSEN am 13.07.2017 15:33

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