Gelackter 3 D-Effekt
Wie eine Art getrockneter Schaum legen sich beim neuen Chip-Off-Effekt die Lackkomponenten auf das Printmedium. So erreicht man einen 3D-Effekt, der sich sehen und fühlen lässt. Einsatzbereich: Geschäftsberichte und Broschüren.
Die im fränkischen Gerhardshofen ansässige Weilburger Graphics GmbH hat gemeinsam mit der Merck KGaA und der Model Kramp GmbH eine neue Veredelung entwickelt - die Chip-Off Effektlackierung. Chip-Off steht für Abstoßen oder Abplatzen. Der neuartige Effekt erzeugt optisch und haptisch erfassbare 3D-Strukturen durch die unterschiedlichen Oberflächenspannungen der beiden Lackkomponenten. Die inhomogene Struktur ist eine Art von getrocknetem Schaum.
Durch Variationen der beiden Lackformen lassen sich Effekte erzeugen, die an Oberflächenstrukturen von oxidierten Metallen, Polystyrolen oder Schaumstoffen erinnern. Durch Zugabe von Effektpigmenten kann die Wirkung optisch noch verstärkt werden.
Aufgerissene Oberfläche bewirkt die 3D-Struktur
Das Besondere an der Anwendung mit eingearbeiteten Pigmenten ist die durch das Aufreißen der Lackoberfläche im zweiten Gang erzeugte scharfe Kantenbildung im obersten Lack. Sie verursacht während des Trocknungsprozesses eine räumliche Neuausrichtung der Effektpigmente im Lack. Dadurch erzeugen die Pigmente im Randbereich des obersten Lackes eine andere Interferenz als im homogen ausgerichteten Innenbereich. Eine Kombination aus unterschiedlichen Pigmenten im ersten und zweiten Lack ist ebenso möglich wie eine Kombination aus zwei verschiedenen Pigmenten im finalen Oberlack.
Die Anwendung des Effekts in Kombination mit konventionellen Farben und Hybridfarben oder über Offline-Lackiermaschinen ist möglich. Als Anwendungsgebiete für diesen neuartigen Chip-Off Effekt sieht man bei Weilburger vor allem auch Geschäftsberichte und Prospekte.
Tags:
Print-Veredelung
© CPWISSEN 16.11.2011 09:00







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