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Media-Asset-Management-System

Der WWF im Dschungel der Systeme

Bei der Suche nach einem Media-Asset-Management-System für seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich der WWF vom Beratungsunternehmen Network helfen lassen. Gemeinsam entdeckte man allerlei Fallstricke.

Der WWF im Dschungel der Systeme

Dass Hersteller vor ihren eigenen Systemen kapitulieren, sollte in der heutigen Zeit, in der Computer als profanes Werkzeug gelten, nicht mehr vorkommen. Diese Erfahrung mussten allerdings Mitarbeiter des World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland machen. Gemeinsam mit Sönke Martensen, der mit seiner Hamburger Firma Network das Projektmanagement für internationale Medienproduktionen betreut, machten sich die Naturschützer auf den Weg in den Dschungel der Systeme.

Gesucht wurde ein Media-Asset-Management-System, das zum ersten die umfangreichen Texte, Bilder, das Video und Hörfunkmaterial der Organisation verwalten kann und sie themenbezogen und schnell - vor allem bei Presseanfragen und Kampagnen - auf passenden Kanälen zur Verfügung stellt. Zum zweiten sollte es leicht bedienbar sein. „Ein Werkzeug für den alltäglichen Gebrauch muss von einem routinierten Mitarbeiter ohne besondere Schulung benutzbar sein“, definiert Martensen. Und zum dritten sollten die Kosten ins Budget passen. Der Anschaffungspreis war dabei nicht ausschlaggebend, sondern vor allem die Lizenzpolitik der Hersteller. Zu viele und zu teure Zwangs-Updates in der Vergangenheit oder zu hohe Kosten für Mehrfachnutzung und Vernetzung mit den Außenstellen des WWF brachten erheblichen Punkteabzug. Martensen: „Allein bei dem Punkt Folgekosten fielen schon einige durchs Raster.“

Technisch und funktional waren alle 20 getesteten Systeme tadellos, Mängel wurde allerdings im simulierten praktischen Einsatz sichtbar. Zur Vergleichbarkeit sollten alle Anbieter bei einer Präsentation mit ihren Systemen dieselben Aufgaben lösen: Dateien verschiedener Formate ins System einladen, diese verschlagworten und definiert verwalten, themenbezogen und in gebräuchlichen Formaten exportieren, einen Presseversand simulieren - nichts Besonderes also. Die Aufgaben waren vorgegeben, für alle gleich und schon Wochen vor dem Termin bekannt. Dennoch hat sich, zum Erstaunen der Teilnehmer, ein erheblicher Anteil der Referenten in der Struktur seines eigenen Produkt verharkt.

Die Entscheidung fiel schließlich auf Celum Imagine, weil es mit nur geringen Anpassungen dem Anforderungsprofil des WWF entsprach und auch seine Folgekosten den Rahmen des Budgets nicht sprengen dürften. 

© CPWISSEN am 11.02.2014 09:43

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