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Augmented Reality

Axel-Springer-Invest will Betriebssystem-Geschichte schreiben

Erst im Februar wurde bekannt, dass sich der Axel-Springer-Verlag an Magic Leap beteiligt. Jetzt sorgt das US-Start-up für Furore mit dem vielleicht ersten speziellen AR-Betriebssystem.

Magic Leap
Foto: Magic Leap

Als der britische Wissenschaftler Tim Berners-Lee der Forschungseinrichtung CERN 1991 den ersten Browser gab, ahnte er wohl nicht im Traum, dass diese Technik die Welt verändern, zum Treibstoff der Digitalisierung werden und 27 Jahre später in einem ersten Browser für Augmented Reality münden könnte.

Auch in weiteren 27 Jahren wird man den Namen von Magic Leap und seines Gründers Rony Abovitz noch kennen, wenn vielleicht auch nur als nächsten wichtigen Schritt in der IT-Historie. Ganz Apple-like lässt das US-Start-up aktuell erste Bilder eines AR-Betriebssystems in die Sozialen Netzwerke (Reddit) einsickern und in der Community diskutieren. Der Tenor zeigt staunende Skepsis: „Hopefully close to what we will get“.

Denn ein echtes System in Funktion ist das noch nicht, was bisher zu sehen ist, eher Konzept-Teile und Mock-ups. Dass am Ende aber tatsächlich geliefert wird, dafür sprechen große Investoren hinter Magic Leap mit noch größeren Eigeninteressen am neuen Wunder-OS: Google, Tencent und JP Morgan haben bereits rund 1,9 Milliarden US-Dollar investiert. Im Februar wurde bekannt, dass auch der Axel-Springer-Verlag eingestiegen ist. Summe unbekannt.

 

Das geheimnisvolle Betriebssystem Lumin OS will die virtuelle Welt über zwei Wege erschließen:

Der Landscape-Modus ist für die Benutzeroberfläche verantwortlich. Er überwacht die zweidimensionale Menüführung im Raum. Die einzelnen Bedienelemente werden per Finger oder Geste gesteuert. Auf dreidimensionale Spielereien wird hier zugunsten der leichten Bedienbarkeit offenbar bewusst verzichtet. Die Eingabe von Text soll über eine begleitende Smartphone App, über eine per Bluetooth verbundene Tastatur oder eine Onscreen-Tastatur ermöglicht werden.

Der Immersive-Modus ist für die Story, die 3D-Experience verantwortlich und platziert die 3D-Objekte in den Raum. Was Lumin OS zum Verhängnis werden könnte: Es funktioniert nach aktuellem Erkenntnisstand nur mit der passenden Brille, der Magic Leap One.

Das System soll Entwicklern noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

© CPWISSEN am 01.08.2018 12:15

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