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Las Vegas

Adobe Summit: Die drei wegweisenden Content-Marketing-Trends

Was als Quintessenz des Adobe Summit in Las Vegas in Erinnerung bleiben wird.

Adobe Digital Trends 2018

Es sind im wesentlichen drei Trends, die der Adobe Summit in Las Vegas (25.-29. März) für Marketer und Werber herausgearbeitet hat: die zunehmende Integration beider Disziplinen, der Run auf die Künstliche Intelligenz und – der Datenschutz. Wie Adobe selbst auf dieser Trendwelle mitschwimmt. 

1. Künstliche Intelligenz: 

Das Adobe Framework Sensei hilft, Millionen von Bildern abzugleichen, Bedeutung und Tenor von Dokumenten zu erfassen und Content für ausgesuchte Zielgruppen fein abzustimmen. Was Adobe zum Zukunftsthema Künstliche Intelligenz in die Waagschale zu werfen hat, kann sich sehen lassen. Sensei bündelt Künstliche Intelligenz und Machine Learning und entwickelt sich zu einem Innovationsmotor für die Cloud-Plattform. Ein Tool also, in das auch Content-Marketer Hoffnung setzen, um situativen Content entlang der Customer Journey möglichst personalisiert  ausspielen und Channels im Koordinatensystem von Interaktion und Conversion bewerten zu können.   

 

2. Advertising: 

Seit der Übernahme des Adtech-Anbieters Tube Mogul 2016 feilt Adobe geschickt an seiner Programmatic-Kompetenz und empfiehlt sich damit den Werbern. Die Integration mit Partner-Plattformen soll das Angebot erweitern. So könnten sich Zielgruppen demnächst über die gerade angekündigte Verbindung mit Decision Moments von Mindtree mit den aktuell für sie relevanten Angeboten und Produktempfehlungen dann erreichen lassen, wenn ihre Kaufbereitschaft am höchsten ist. Die forcierte Kooperation mit dem indischen Systemintegrator Wipro soll die Creative Cloud und Adobe XD CC – eine Komplettlösung für UX (User Experience)/UI (User Interface)-Design – unterstützen, Kampagnen nicht nur zu entwickeln, sondern sie auch weltweit auszuspielen. 


3. Datenschutz: 

Weniger überzeugend: Adobes Haltung zum Thema Datenschutz. Dass gerade das Unternehmen, das  Kommunikation und Werbung integrieren will, hierzu keine klare Haltung vermitteln konnte, stimmt nachdenklich. Da sich die Branche in Europa infolge der geplanten E-Privacy-Regelungen der EU gerade massiv unter Druck sieht, wird auch vom Adobe-Management erwartet, hier klare Positionen zu beziehen. Zumal von den geplant massiven Regulierungen nicht nur seine Kunden betroffen sind, sondern auch der Firmenwert der börsennotierten Adobe Systems Inc. selbst. Eine Extension zur DSGVO-Fähigkeit nennt ein Insider „zwar aufmerksam aber deutlich zu wenig“.  

Adobe zeigte in Las Vegas vor 13.000 Marketern, dass es gelernt hat, mit Virgin-Chef Richard Branson als Keynote Speaker oder Coca-Cola-Digitalchef David Godsman den thematischen Bogen weit über die reine Produkt-Vermarktung seiner Cloud zu spannen –  ein erfolgversprechendes Narrativ, das dem Unternehmen die Aufmerksamkeit seiner Klientel sichert. Und ein glaubhaftes dazu, denn Adobes Experience Cloud zielt mit ihrer Kernkompetenz erstens auf Kundenerlebnisse – wer versteht schon mehr davon als Virgin und Coca-Cola? Und zweitens auf die Integration von Kreation, Marketing, Werbung und Analytics. Wettbewerber wie Oracle oder SAP haben zwar eigene Kernkompetenzen, tun sich aber schwer mit einem vergleichbaren Integrationsgrad.

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© CPWISSEN am 04.04.2018 17:11

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