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AR/VR

Virtual- und Augmented Reality etablieren sich

Virtual und Augmented Reality haben ihren Weg in die Unternehmenskommunikation gefunden. Allerdings, so eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft, erfreut sich Augmented Reality größerer Beliebtheit bei Kommunikations- und Marketingexperten.

VR und AR sind auch dem Vormarsch

Es steht 1:0 für Augmented Reality (AR): Die befragten Marketing-Experten, 49 Prozent, erkennen in AR – also dem Anreichern bestehender Realität mit digitalen Inhalten – ein deutlich größeres Potential hat als im Virtual Reality (VR), das eine komplett eigene digitale Welt bietet (21 Prozent). Für relevant halten allerdings 71 Prozent entweder beide oder zumindest eine der beiden Techniken.

„Während VR noch immer sehr stark mit Entertainment-Angeboten verknüpft wird, hat AR vor allem im professionellen Einsatz schon sehr stark Einzug erhalten", erklärt Maik Herrmann von Publicis, Vorsitzender der Fokusgruppe Virtual und Augmented Reality im BVDW.

Die Studie gibt auch einen Einblick in die diversen Anwendungsmöglichkeiten von VR und AR:

  • VR-Filme in 360-Grand: Sie sind besonders gefragt und kommen bereits bei 27 Prozent der Befragten zum Einsatz. Bei weiteren 23 Prozent sind sie geplant.
  • Virtuelle Showrooms oder interaktive Messestände: Damit haben 22 Prozent der Unternehmen schon Erfahrungen, 23 weitere Prozent planen deren Einsatz.
  • Realtime Information: Zusatz-Informationen, die in Echtzeit in ein Live-Bild eingespielt werden, nutzen zwar nur 13 Prozent der Unternehmen. Allerdings geben 29 beziehungsweise 38 Prozent an, dass ein Einsatz geplant oder für das Unternehmen spannend ist.
  • Interaktive Print-Produkte: Immerhin 13 Prozent der Unternehmen haben ihre Print-Produkte durch AR erweitert und 14 Prozent haben entsprechende Projekte in Planung.
  • Kataloge und Online-Shop verbinden: Eine Weiterleitung aus dem Katalog in den Shop kommt erst bei acht Prozent der Befragten zum Einsatz, allerdings steht das bei 21 Prozent bereits auf dem Plan und ist für weitere 24 Prozent spannend.

„Das Interesse ist riesig", bestätigt BVDW-Experte Herrmann. „Allerdings hapert es – wie bei neuen Technologien nicht ungewöhnlich – noch etwas am Investitionsvolumen." Laut BVDW-Studie liegen die durchschnittlichen Budgets tatsächlich bei nur rund 70.000 Euro pro Jahr. Der Verband geht aber von deutlichen Steigerungen aus. 

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© CPWISSEN am 11.07.2018 10:45

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