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Hoffmann und Campe X

Interne Kommunikation: Die Erwartungen steigen

Intranet, Mitarbeitermagazin und Apps brauchen mehr inhaltliche Tiefe, stellt eine Studie von Hoffmann und Campe X fest. Mitarbeiter sind anspruchsvoller geworden, so HoCa-Vordenkerin Katrin Hesse (Foto). Mehr Tools sollen Interaktion anregen und unterstützen.

Hoffmann und Campe

In Zeiten des beginnenden Mangels an Facharbeitern wandelt sich die Mitarbeiterkommunikation vom Wohlfühlfaktor zum Erfolgsfaktor, ihre Aufgaben von Information zur Interaktion. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Studie Mitarbeiterkommunikation 2017: Im Wandel der Digitalisierung, die Hoffmann und Campe X gemeinsam mit dem Düsseldorfer Startup Juptr durchgeführt hat.

Mehr als die Hälfte der befragten Kommunikationsverantwortlichen (56%) sind überzeugt: Die inhaltlichen Anforderungen an interne Medien haben sich in Tiefe und Breite erhöht. Nutzer und Leser, so die Erkenntnis, sind anspruchsvoller geworden. Und 40 Prozent der Befragten fürchten, ihre Kommunikationsabteilungen könnten die wachsenden Ansprüche der Mitarbeiter an Magazin und Intranet nicht mehr erfüllen.

Befragt wurden 356 Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen (60%), öffentlichen Institutionen (25%) und Verbänden (15%). Davon sind knapp 70 Prozent in Führungsfunktionen. Einig sind sie sich darin, dass die Interne Kommunikation mehr Aufgaben als früher zu bewältigen hat. Zu Information und Wissenstransfer wie bisher kommt immer mehr die Erwartung nach Interaktion, wobei die Hoffnung auf technischer Unterstützung liegt. „Tools“, heißt es in der Studie „müssen den Dialog unterstützen und inspirieren.“

„Daraus ergibt sich Handlungsbedarf für die Art und Weise, wie Interne Kommunikation gesetzt und gelebt wird“, resumiert Katrin Hesse, die bei Hoffmann und Campe X den Bereich Strategy & Concept verantwortet.  

 


Gefordert sind Austausch und Kooperation

„Die Interne Kommunikation ist längst nicht mehr dafür zuständig, Mitarbeiter mit Informationen zu versorgen, damit sie sich mitgenommen fühlen, so Hesse. „Vielmehr geht es in Zeiten von Wissensdifferenzierung, Effizienzsteigerungen und Innovationsdruck um Austausch, Inspiration und Kooperation durch Einsatz passender Tools und Medien.

Dabei sind Unternehmen erheblich weiter als öffentliche Institutionen. Nur sieben Prozent der Öffentlichen haben ein redaktionelles Intranet, nur 17 Prozent nutzen interne Dialogplattformen - bei Unternehmen ist es jedes zweite.

Die verwendeten Tools in Unternehmen sind redaktionell betreute Intranetseiten (72%), gedruckte Mitarbeitermagazine (57%) sowie Online-Newsletter (55%). Bei Wikis gehen die Meinungen auseinander: Jedes dritte Untenehmen pflegt ein Wiki, die große Mehrheit aber lehnt Wikis als zu polarisierend ab.

Im Rahmen des diesjährigen Quadriga Kommunikationskongresses am 21. und 22. September in Berlin stellten Hoffmann und Campe und Juptr.io die Ergebnisse der neuen Studie ausführlich vor.

→ Weitere Informationen zur Studie

Hoca

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© CPWISSEN am 25.09.2017 16:31

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