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Geschäftsbericht-Report 2017: Wünsche bleiben

Welche Teile eines Geschäftsberichts werden gelesen? Welche Themen werden vermisst? Wo muss nachgebessert werden? WirDesign ist diesen Fragen nachgegangen.

Geschäftsberichte erreichen ihre Leser etwas besser als noch 2014. Berichtsteile wie der „Prognose-, Chancen und Risikobericht“ oder der „Wirtschaftsbericht“ erfüllen stärker als noch vor drei Jahren die Erwartungen der Nutzer. Zu diesen Ergebnissen kommt der von WirDesign durchgeführte „Geschäftsbericht-Report 2017“.

Befragt wurden die vier Gruppen Investoren, Analysten, Wirtschaftsjournalisten und Privataktionäre. Insgesamt 326 Fragebögen konnten die Autoren für den aktuellen Report auswerten.

Alle Befragten bestätigen Geschäftsberichten eine hohe Relevanz für grundsätzliche Unternehmens-Informationen. Die meisten nutzen Tages- und Fachzeitschriften als ergänzende Infomedien. TV hat als zusätzliches Medium gegenüber der letzten Umfrage 2014 stark verloren, die Bedeutung sozialer Medien – vor allem von Foren – ist gestiegen.


Welches Medium zählt?

51% der Befragten bevorzugen das PDF, den gedruckten Bericht knapp 40%: PDF-Dateien sind beliebt wegen ihrer schnellen Suchfunktionen, der Printbericht wird vor allem von professionellen Anlegern geschätzt wegen der Möglichkeit, Anmerkungen anzubringen. HTML-Berichte (10%) und Smartphone (8%) spielen eine untergeordnete Rolle. 

 

Diese Berichtsteile werden gelesen

An erster Stelle stehen die Zahlenwerke – Gewinn-und-Verlustrechnung sowie Bilanz (78% und 72%) –, dicht gefolgt von den Kapiteln Prognose-, Chancen und Risikobericht, Grundlagen des Konzerns sowie Wirtschaftsbericht. Diese Reihenfolge ist bei Analysten, Investoren, Privataktionären und Journalisten identisch. Die starke Verschiebung von Print zu PDF erklären die Autoren in der neuen Zusammensetzung der Teilnehmerschaft: An der aktuellen Studie haben überproportional viele Privataktionäre teilgenommen, und diese nutzen PDF. Ganz am Ende der Skala steht das Vorwort des Vorstands.

 

Das vermissen die Nutzer am meisten

Am meisten vermissen die Befragten den Vergleich vergangener Prognosen mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung, eine detaillierte Aktionärsstruktur und Berichte darüber, wie weit angestrebte Ziele tatsächlich erreicht wurden und aus welchen Gründen etwa nicht. Am stärksten sind diese Wünsche bei den Investoren, Privataktionären und Journalisten, am schwächsten bei Analysten.

 

Das kann verbessert werden

Die größten Potenziale sehen alle Befragten im Prognose-, Chancen- und Risikobericht, gefolgt von den Grundlagen des Konzerns. Allerdings: Die Werte haben sich im Vergleich zu 2014 erheblich verbessert, es wurde weniger kritisiert, was die Autoren zu dem Schluss veranlasst: „Insgesamt eine deutliche Verbesserung zu 2014.“

 

 

© CPWISSEN am 19.07.2017 14:20

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