Die TK-Branche will investieren - und muss dann auch kommunizieren
86 Prozent der deutschen Telekommunikationsunternehmen planen bis 2013 den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder. Dabei dringen die Unternehmen in Lebensbereiche wie Energie, Haustechnik oder Gesundheitsdienstleistungen ein und stoßen damit in fremde Branchen vor. Auf die Corporate-Publishing-Branche dürften sich die Entwicklungen in Neugeschäft auszahlen.
„Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens werden durch die fortschreitende Digitalisierung vernetzt“, erkennt Peter Hascher, Telekommunikationsexperte bei Steria Mummert Consulting und sieht darin viel Neugeschäft für Telekommunikationsunternehmen. Vor allem der Verkehrssektor, die Energieversorgung oder das Gesundheitswesen sind Lebensbereiche mit einer rasanten technologischen Entwicklung und einem entsprechenden Ausbau der Infrastruktur. „Natürlich wollen die Telekommunikationsunternehmen davon profitieren“, so Hascher.
Steria Mummert Consulting hat gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut dazu gerade Daten in der Studie „Branchenkompass 2011 Telekommunikation“ veröffentlicht. Befragt wurden im Oktober und November 2010 insgesamt 100 Führungskräfte der größten Telekommunikationsunternehmen Deutschlands zu Trends und Strategien bis 2013.
Geschäftsfeld der Zukunft: die Smarties
Vor allem die sogenannten Smart-Projekte ziehen Neugeschäft an. Bei Smart-City-Projekten sammelt beispielsweise ein Netz von vielen tausend Sensoren eine Vielzahl urbaner Daten. Ausgerüstet mit diesen Informationen können intelligente Verkehrssysteme erfolgreich Staus verhindern oder dabei helfen, Emissionen einzusparen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Smart-Grid-Projekte: Intelligente Stromnetze ermöglichen eine Kommunikation zwischen Erzeugern, Stromspeichern und Nutzern, so dass nur so viel Energie wie nötig verbraucht wird.
Außerdem locken Anwendungen in der modernen Haustechnik: So könnten beispielsweise Lichtanlagen mit Jalousien kommunizieren und sich miteinander abstimmen. Darüber hinaus nehmen Telekommunikationsunternehmen Gesundheitsdienstleistungen ins Visier. Die Deutsche Telekom bietet bereits die telemedizinische Patientenbetreuung von Diabeteserkrankungen.
So wollen die TK-Unternehmen investieren:
Infrastruktur und Vernetzung 43,0 %
Energie 35,0 %
Mobilität 27,0 %
Haustechnik 26,0 %
Gesundheit 24,0 %
Finanzdienstleistungen 17,0 %
Automotive 12,0 %
- Branchen mit CP-Potenzial - Versandhandel will iPad und Social Media
- CP-Potenzial - Börsenemissionen versprechen Neugeschäft
- Branchen mit CP-Potenzial - Booz&co: Im Bio-Markt ziehen die Umsätze wieder an
- Branchen mit CP-Potenzial - Mit der Welt da draußen in einem Boot
- Branchen mit CP-Potenzial - Auch Naturstrom braucht gute Argumente
- Branchen mit CP-Potenzial - Web 2.0 im Hörsaal
© CPWISSEN 22.03.2011 17:40







Diskutieren Sie über diesen Artikel