.: Studien
E.ON, Drexel und Clemson University

CSR steigert Mitarbeiterleistung

Eine neue Studie im American Marketing Association’s Journal of Marketing vom Mai 2014 zeigt, dass die Einbindung von Mitarbeitern in CSR-Aktivitäten leistungssteigernd wirken kann.

CSR steigert Mitarbeiterleistung
CB Bhattacharya, E.ON Chair in Corporate Responsibility

Mit einem ungewöhnlichen Studiendesign versuchten Daniel Korschun von der Drexel University, CB Bhattacharya, E.ON Chair in Corporate Responsibility an der European School of Management and Technology, und Scott D. Swain von der Clemson University einen möglichen Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility und Mitarbeiterleistung herauszufinden. Sie verbanden die Befragung von mehr als 200 Mitarbeitern der Aegon Financial, eines Global-500-Finanzdienstleisters, mit Bewertungen ihrer Arbeitsleistung durch deren Vorgesetzte.

Zentrale Erkenntnis: CSR hat eine direkte Auswirkung auf die Arbeitsleistung. Korschun erklärt das damit, dass  Mitarbeiter durch CSR "eine engere Bindung zum Kunden und dem Unternehmen verspüren". CSR zeige auf, was die Mitarbeiter mit ihren Kunden und dem Arbeitgeber gemeinsam haben. Dadurch könnten, so Korschun, aufkommende Loyalitätskonflikte der Angestellten aufgelöst werden. Denn gerade Verkaufspersonal, Kundendienstmitarbeiter, Service-Mitarbeiter oder Kundenbetreuer fühlten sich oft isoliert, sowohl vom Unternehmen als auch von den Kunden, die sie betreuen.

Alle im Unternehmen müssen die gleichen Wertvorstellungen teilen
„Mitarbeiter erzählten uns, dass das Thema CSR als ‚Eisbrecher‘ im Gespräch mit Kunden fungieren kann“, sagt Korschun, und: "Stellt es sich heraus, dass der Kunde die Leidenschaft für soziale oder umweltbezogene Themen teilt, kann dies eine Bindung schaffen, die stark motivierend wirkt." Eine ähnliche Auswirkung wird erzielt, wenn alle Ebenen des Managements die CSR-Aktivitäten des Unternehmens unterstützen. Die Schlussfolgerung für Mitarbeiter ist, dass das gesamte Unternehmen die gleichen Interessen und Wertvorstellungen teilt.

Um von diesen möglichen Vorteilen von CSR zu profitieren, empfehlen die Autoren, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ermutigen, sich mit Kunden über CSR-Aktivitäten des Unternehmens auszutauschen. Aus der Praxis zitieren sie Beispiele neuartiger Programme für freiwillige Sozialprojekte bei Unternehmen wie Cisco, Starbucks und SAP, die Kunden und Mitarbeiter zusammenbringen. Die Forscher empfehlen außerdem, dass die höhere Management-Ebene eine sichtbare Rolle in den CSR-Aktivitäten einnimmt.

Bhattacharya sieht darin "einen weiteren Beweis dafür, dass Unternehmen einen erheblichen Mehrwert aus Investitionen in CSR ziehen können“, vorausgesetzt, "sie gehen dabei klug vor".

zur Studie

© CPWISSEN am 09.05.2014 10:41

Zurück

Einen Kommentar schreiben