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Smart Speaker

Alexa, Siri & Co polarisieren

Das Handy ist immer dabei und wird intensiv genutzt, nur sprechen sollten Geräte nicht. Die aktuelle Ausgabe der repräsentativen „G+J e|MS Mobile“-360-Grad-Studie untersuchte erstmals die Bedeutung von Podcasts und Smart Speakern. Das Ergebnis offenbart deutliche Vorbehalte gegenüber Sprachcomputern.

Alexa

Entweder man liebt sie, oder man lehnt sie ab: Alexa und ihre Kollegen unter den Smart Speakern. Bild: Jan Kolar auf Unsplash

Alle kennen sie, nur wenige mögen sie: Smart Speaker wie Alexa und Kolleginnen sind 82 Prozent der befragten Smartphone-Nutzern bekannt, aber nur 15 Prozent mögen die sprechenden Dosen tatsächlich. Ein weiteres Drittel, so die aktuelle - siebte - Ausgabe der „G+J e|MS Mobile“-360-Grad-Studie, kann sich in naher oder ferner Zukunft mit den Geräten anfreunden, will aber seine Sprachkontakte vorerst noch auf Menschen beschränken.

Die Mehrheit jedoch will ihre Ruhe. 52 Prozent halten die Technik der smarten Lautsprecher für nicht ausgereift und fürchten, dass sie nicht nur sprechen, sondern vor allem auch hören könnten, und das nicht im Einklang mit Datenschutzbestimmungen. Die Early Adopter der Smart Speaker allerdings haben ihren Spaß mit den Quasseldosen (64 Prozent) und wünschen sich, dass zukünftig noch mehr Geräte darüber angesteuert werden können (71 Prozent).

Disharmonie bei Smart Speakern,
Einigkeit bei Smart Phones

Weniger poarisierend sind die Meinungen über Podcasts. 90 Prozent kennen sie, 44 Prozent nutzen sie mindestens gelegentlich. Allen voran die Befragten zwischen 20- bis 39 Jahren. 66 Prozent der Nutzer haben dafür eine App auf dem Smartphone oder Tablet. 46 Prozent nutzen dazu Spotify.  

Eindeutig ist die Meinung bei Smartphones. Fast jeder hat eins, fast jeder (91 Prozent) führt es wie einen Talisman immer bei sich und nutzt es täglich. Bei 36 Prozent der Befragten geht der Griff in den ersten zehn Minuten nach dem Aufwachen oder den letzten zehn Minuten vor dem Einschlafen zum Smartphone. Dennoch wünscht sich eine Mehrheit weniger Smartphone-Präsenz und damit mehr Entschleunigung im Alltag.


Praktische Anwendungen
stehen an erster Stelle

Für 72 Prozent Prozent ist das Smartphone der Lieferant von journalistischen Informationen. Eine wesentliche Rolle spielt es auch beim E-Commerce. Für 44 Prozent ist es die erste Informationsquelle zu Produkten und Dienstleistungen, 27 Prozent nutzen vor Ort im Laden ihr Smartphone für weitere Informationen über interessante Produkte, und 26 Prozent vergleichen direkt im Geschäft die Preise mit Hilfe ihres Smartphones.

„Mobile Advertising“, folgert daraus Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung G+J e|MS, sei daher die persönlichsten Formen der Markenkommunikation. „Noch näher dran an den Kunden geht es kaum."

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© CPWISSEN am 07.11.2018 07:44

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