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Hootsuite-Studie

Social Media: die fünf Trends für 2019

Die Zahlen scheinen alarmierend: Jeder zweite, so besagen diverse Studien, hat kein Vertrauen in Social Media. Vor diesem Hintergrund hat Hootsuite nun 3.000 eigene Kunden befragt, Experten bei Edelman, Gartner, GlobalWebIndex, Forrester, Econsultancy, Kleiner Perkins und We Are Social interviewt sowie Reports und Daten dieser Firmen verarbeitet. Das Ergebnis beschreibt, in welcher Form Agenturen und Markeninhaber die fünf großen Themen Vertrauen, Storytelling, Paid Media, Social Commerce und Messenger-Marketing angehen müssen.

Handynutzung

1. Vertrauen
Datenskandal, Fake-Follower, Influencer mit gekauften Fans – es gibt genügend Gründe, weshalb User und Unternehmen vorsichtiger geworden sind im Umgang mit Sozialen Medien. Laut einer Studie von Edelmann haben 60 Prozent der Menschen das Vertrauen in Social Media verloren. Wollen Marken Vertrauen und die User zu einer authentischen Interaktion gewinnen, empfiehlt der Report folgende Möglichkeiten:

  • Ein Marken-Hashtag auf Instagram, um die Nutzer mit den eigenen Markenwerten in Kontakt zu bringen und nicht nur mit den Produkten.
  • Twitter-Chats zu festgelegten Zeiten, bei denen sich User zu einem bestimmten Thema austauschen können.
  • Eine Facebook-Gruppe, in der sich die Nutzer untereinander austauschen können. Die Gruppe muss nicht die breite Followerschaft ansprechen, sie kann auch Nischenthemen besetzen, die aber eine umso größere Interaktion versprechen. Facebook bietet die Möglichkeit öffentlicher oder geschlossener Gruppen.
  • Micro Influencer waren bereits 2018 ein größeres Thema und werden es auch weiterhin bleiben. Das sind Influencer mit einer kleineren Follower-Zahl, oft spezialisiert auf bestimmte Themen und oft mit sehr engagierten Followern. Sie wirken in ihrer Community besonders glaubwürdig.
  • Über Q&A-Sessions auf Facebook-Live können häufig gestellte Fragen live von Mitarbeitern beantwortet werden. Sie stellen persönlichen Kontakt her und lassen die Marke nahbar wirken.
  • Zufriedene Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter. Otto beispielsweise macht hiermit sehr gute Erfahrungen.

2. Stories
Stories sind auf allen Plattformen beliebt, sie sind spontan, visuell und dürfen gerne ein wenig unperfekt und dadurch authentisch sein. Marken sollten jetzt hier experimentieren. Erfolgreich sind realistische, mitunter auch kritische Stories. Am besten wenig unbearbeitet, direkt und live. Je kreativer, umso besser. Das gilt für die Erzählform, den Einsatz von VR und AR, von Stickern, GIFs, Umfragen usw.
Die Inhalte sollten im Hochformat präsentiert werden, da die Stories auch so konsumiert werden. Damit sie nicht automatisch nach 24 Stunden verschwinden, gibt es die Möglichkeit, sie als sogenanntes Highlight länger online zu lassen.

3. Paid Media
Mit ihren organischen Reichweiten haben es Unternehmen immer schwerer, sich in der Flut der Inhalte in den Feeds durchzusetzen. Ohne Paid Media ist es sehr schwierig. Für den Einsatz sind genaue Zielgruppendefinition und ausgefeiltes Targeting notwendig. Enorm wichtig: passende KPIs, hochwertige Inhalte und die Bereitschaft, Kampagnen immer wieder anzupassen.

4. Social Commerce
Instagram-Shopping etabliert sich, die anderen Netzwerke werden diesen Trend aufgreifen. Jetzt aber können Marken erste Erfahrungen damit sammeln. Sie benötigen ein verifiziertes Unternehmensprofil auf Instagram und können dann Shopping-Stories entwickeln, Produkt-Videos posten oder die Produkte mit Gewinnspielen verknüpfen. Auch Augmented Reality und Live-Videos verstärken den Shopping-Charakter.

5. Messaging
Die private Kommunikation verlagert sich in die Messenger-Dienste, folglich erwarten User zunehmend Service-Leistungen von Unternehmen auch über diese Kanäle. Gerade für den Kundendienst bietet sich dieser direkte Chat an. Entweder mit Hilfe von Chatbots für häufig gestellte Fragen, oder aber über eine Anknüpfung mit dem Kundendienst.

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© CPWISSEN am 10.01.2019 11:00

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