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Audio in Print / Video in Print

Töne mit Tiefe

Die Auflagenpreise für in Print eingebettete Video- und Tontechnik - Video-in-Print-Formate - werden moderater und rücken zunehmend auch für Corporate Publisher in den Fokus. Und die Ergebnisse der Wirkungsuntersuchung einer tönenden Beilage verwunderte selbst beteiligte Marktforscher.

Töne mit Tiefe
Der untersuchte Beihefter im Roling Stone Magazine

Wer das aktuelle Siemens Healthcare Image Book aufschlägt, versieht sich in eine emotionale Grundstimmung versetzt, noch ehe er den ersten längeren Text gelesen hat. Der Grund ist ein ins Buch eingebetteter Film. Auch Bayer, Gaggenau oder die Deutsche Vermögensverwaltung stimmen per Video-in-Print-Technik mit Bild und Ton emotional auf ihre Themen ein. Werber und zunehmend Corporate Publisher werden auf diese Technik aufmerksam, seit die Auflagenpreise sinken.

Bewegte Bilder und allem Töne wirken schnell und tiefgreifend, wie Christopher Bardin von AudioLogo mit Sitz im fränkischen Ummerstadt bestätigt. Der Hörsinn ist entwicklungsgeschichtlich uralt und daher tief in der Psyche verwurzelt. Entsprechend nachhaltig ist die Tiefenwirkung. Das bestätigt eine Veröffentlichung im Rolling Stone Magazine mit beigeklebtem Tonmodul. Bardin hatte die Gelegenheit genutzt und die Wirkung dieser tönenden Beilage prüfen lassen.

Das Ergebnis verblüffte selbst Philip W. Sawyer, der für die beauftragte Starch Communications die Befragung durchführte. „Wir können uns nicht erinnern, dass eine Anzeige in einer der drei Kategorien erinnert, etwas gelesen oder das meiste gelesen jemals 100 Prozent erreich hätte“, berichtet er. Die Rolling Stone-Beilage erreichte gleich in zwei dieser Kategorien die 100-Prozent-Marke. Nur zu das meiste gelesen bekannten sich 69 Prozent der Befragten.

Spannend ist der Vergleich mit ähnlichen Anzeigen im selben Heft, die mit untersucht wurden. Die stummen Anzeigenstrecken erreichten, so Sawyer, Werte um jeweils 50 Prozent und darunter.

Beim Thema Preise bleibt der Ton-Mann Barden eher schweigsam. Der Geschäftsführer tut sich schwer, die Kosten pauschal zu formulieren. "Die Preise sind abhängig von Material, vom Aufwand der Handarbeit und natürlich von der Auflage". Die Spanne zwischen 20 und 50 Euro pro Bildmodul kann er als Hausnummer bei Prospekten und Magazinen nennen.

Bei reinen Soundkarten im Publishing wird es aber extrem preisgünstig, weil AudioLogo die Karten maschinell den Heften beischießen kann. Bei Auflagen zwischen 50.000 und 100.000 Exemplaren beispielsweise kann der Preis für die reine Audiolösung und Konfiguration bis unter zwei Euro pro Exemplar sinken.

© CPWISSEN 07.03.2013 16:35

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