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Kritische Käufer erreichen

Nestlé setzt auf mehr Qualität - und auf das neue Magazin "GOOD"

Mitte des Jahres launchte Nestlé das Qualitätsprogramm Q4. Sein Ziel: Die Qualität der eigenen Produkte verbessern hinsichtlich Sicherheit, Geschmack, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Der Aufklärung über diese Initiative dient das neue Magazin Good.

Nestlé setzt auf mehr Qualität - und auf das neue Magazin
Nestlé: vier Qualitätskriterien bestimmen den Kurs

Der Handel braucht Erklärungen. Immer öfter wollen Käufer wissen, woher die gelisteten Produkte stammen, ob sie schädliche Stoffe beinhalten oder mit Kinderarbeit produziert wurden. Die kritische Klientel ist auch die einkommensstarke, die man keinesfalls verlieren will, nur weil ihr die Tütensuppe nicht mehr nachhaltig genug erscheint. Laut aktueller Nestlé-Studie macht sie bereits ein Viertel der Käuferschaft aus, Tendenz steigend.

Mit dem 68-seitigen Magazin GOOD geht Nestlé jetzt ein bis zwei Mal jährlich in die Offensive. Der Untertitel "das Magazin für Zukunftsfragen", weist die Richtung. Es geht um die Anforderungen der Verbraucher als Herausforderung für die Lebensmittelwirtschaft allgemein und für Nestlé speziell. Was bedeutet Lebensmittelqualität überhaupt und wie wird sie bei Nestlé sichtbar und erlebbar gemacht?

Renommierte Gastautoren beteiligen sich an der Debatte
GOOD will Antworten geben "und zugleich die Debatte über Zukunftsthemen der Ernährung im gesellschaftlichen Kontext anregen", wie Hartmut Gahmann, Leiter Corporate Communication Deutschland, ergänzt. Deshalb sollen sich im Heft auch Gastautoren wie Meinhard Miegel positionieren, der sich kritisch mit den Rahmenbedingungen von Wirtschaft und Gesellschaft und einem Wohlstand ohne Wachstum auseinandersetzt. 

GOODDie Auflage mit 15.000 Exemplaren geht per Direktversand zu 40 Prozent an Händler, bei denen die Nestlé-Produkte in den Regalen stehen, zu weiteren 40 Prozent an NGOs, Politiker und Wissenschaftler, die verbleibenden 20 Prozent verbleiben intern bei Nestlé zur Weitergabe.

Bislang ist GOOD ein rein deutsches Projekt, doch Gahmann bestätigt, dass es "auch außerhalb der Landesgrenzen bereits Interesse am Magazin gibt." Auch über die Beilage in einem überregionalen Medium wird nachgedacht, wie der Kommunikationschef bestätigt. Konkreter will er aber noch nicht werden.

Entwickelt und produziert wurde GOOD bereits zur Jahresmitte vom Bereich "Neue Geschäftsfelder" bei der Axel Springer AG.

© CPWISSEN 29.10.2012 14:35

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