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Küche und Kommunikation

Neff pflegt mit Philipp und Keuntje die Kultur ums Kochen

Der Hausgerätehersteller Neff gibt ein Gesellschaftsmagazin rund ums Kochen heraus.

Interessant wird es immer hinter den Kulissen. Das Redaktionsteam der Hamburger Agentur Philipp und Keuntje wagte  beim Rock-Festival Wacken Open Air einen Blick backstage und dort hinter der Bühne gezielt in die Kochtöpfe der harten Männer und Frauen. Die investigativen Reporter recherchierten im Auftrag von Neff – Hersteller von Backöfen, Kochfeldern, Dunstabzugshauben, Kühl- und Gefriergeräten, Spülmaschinen und Kaffeevollautomaten – und für dessen Kundenmagazin The Ingredient. Print und online lüfteten sie den Deckel mit der Nachricht: Bei Rockern köchelt vorwiegend Vegetarisches.

Kochen und Kultur lautet das Konzept der Macher von The Ingredient. Nicht das X-te Kochmagazin produzieren, heißt es, sondern sich tief mit dem dem kulturellen Kontext des Kochens beschäftigen. „Die Küche ist das Zentrum der Kommunikation“, konkretisiert Chefredakteur Oliver Zacharias-Tölle, „daher finden im Heft alle Themen statt, die auch in der Küche besprochen werden.“

Herausgeber Neff will diese Form der Kundenkommunikation nun unverändert unter Dampf halten und gibt nach einer Anlaufphase von einem Jahr und vier Ausgaben – Auflage 25.000 Exemplare – grünes Licht zum weiteren Erscheinen von Magazin und Onlineauftritt. Hintergrund ist auch zunehmend internationales Interesse. Die Auflage der englischsprachigen Ausgabe wurde mittlerweile von 1.000 auf 2.000 Exemplare verdoppelt – und wird weiter erhöht.

Lange Zeiträume überbrücken

Es gilt, bei Kochprofis und ambitionierten Köchen einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren zu überbrücken. So lange dauert es, bis die nächste Dunstabzugshaube oder der nächste Herd fällig werden. „Bei der Neubeschaffung“, so Zacharias-Tölle, soll bei den mit Küchen-Kulturthemen versorgten Kunden „sich die Frage nach der Marke gar nicht mehr stellen.“

Philipp und Keuntje sind Werber, haben aber schon früh mit Wolfgang Block einen erfahrenen Verleger und Blattmacher in die Geschäftsführung geholt. Weil, wie es 2011 hieß, „Marken mehr denn je Geschichten mit Substanz erzählen können müssen.“

© CPWISSEN am 19.02.2018 14:46

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