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Perikom-Umfrage

Gedruckte Mitarbeitermedien behaupten sich in der Schweiz

Perikom, der Schweizer Fachverein für Personalmanagement und Interne Kommunikation, befragte die hundert größten Schweizer Unternehmen nach ihren Leitmedien der internen Kommunikation.

Mitarbeitermagazine

Es war kaum anders zu erwarten: Das Intranet übernimmt auch in den größten Schweizer Unternehmen heute die Position des Leadmediums. Weniger zu erwarten war dagegen, dass 60 Prozent der Unternehmen noch eine gedruckte Mitarbeiterzeitung produzieren, nicht selten sogar in Leadfunktion mit dem Intranet. 

Ausgedient hat das gedruckte Magazin bei den Banken. Just also in der Branche, die nach der letzten Wirtschaftskrise 2008 am heftigsten durchgeschüttelt wurde, und bei der man einen hohen Informationsbedarf der Mitarbeiter annehmen darf. Swisscom und Credit Suisse verzichten ganz auf Print und setzen ausschließlich auf die schnelle Information über die internen Netze. UBS produziert mit We zwar viermal jährlich ein Magazin, räumt ihm allerdings keine Leadfunktion ein. Dennoch halten unter den 15 größten Unternehmen immerhin elf dem gedruckten Medium die Treue. 

Erst 2016 trennte sich unter den Top 100 die SBB von ihrem Mitarbeitermagazin Unterwegs und die Pfister Arco Holding von Mein Pfister. Die geringste Magazindichte findet sich auf den hinteren Rängen zwischen Platz 80 und 100. Vier Unternehmen (Lafarge Holcim, Google, die Compass Group und BASF Schweiz) hatten noch kein solches Magazin, sieben weitere haben ihre Hefte zwischen 2011 und 2016 eingestellt. 

Ein Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und gedrucktem Magazin drängt sich auf. Eine Erklärung könnte sein, dass gedruckte Magazine in Großunternehmen eine bindende, sinnstiftende Wirkung entfalten. Ausnahme: In stark Öffentlichkeit-sensiblen Branchen wie dem Bankensektor bedarf es schnellerer Information und Orientierung. Offenbar traut man dem gedruckten Medium hier auch keine unterstützende Wirkung mehr zu.  

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© CPWISSEN am 13.02.2017 14:17

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