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Red Bull

Ex-Styria-Chef Horst Pirker verantwortet Red Bull Media House

Ob Red Bull sich irgendwann von den Powerdrinks ganz verabschiedet und nur noch Medien produziert? Schwer zu sagen. Gerade holten sich die Getränkevermarkter jedenfalls einen Hochkaräter aus Österreichs Medienszene.

Ex-Styria-Chef Horst Pirker verantwortet Red Bull Media House
Horst Pirker

Horst Pirker, 52, ist seit 1. März Vorsitzender der Geschäftsführung des Red Bull Media House. Er zeichnet damit für alle Medien des Konzerns verantwortlich und soll "die dynamische internationale Entwicklung des Red Bull Media House lenken, koordinieren und weiter vorantreiben", wie es seitens Red Bull heißt. Pirker ist Medien-Vollprofi. Er leitete von 1999 bis 2010 als Vorstandsvorsitzender die Styria Media Group bis ihn angebliche Meinungsverschiedenheiten mit den Eigentümervertretern über die weitere Entwicklung der Mediengruppe Ende 2010 veranlassten, Styria den Rücken zu kehren.

Ein paar Drinks, viel Sport und noch mehr eigene Medien
Unter seinen Fittichen hat er nun bei Red Bull das monatliche Sport- und Kulturmagazin Red Bulletin, das Seitenblicke Magazin, Buchproduktionen und Servus TV. Red Bulletin erscheint bislang mit 900.000 Exemplaren in sieben Ländern, darunter auch in Deutschland (Anzeigenvermarktung: G+J). Das Heft wird vorwiegend als Beilage in regionalen und überregionalen Tageszeitungen vertrieben. In Österreich startete im März der Kioskverkauf (Copypreis 3,50 Euro). Auch die internationale Verbreitung wird ausgebaut. 2010 ging eine erste Testversion in den USA auf den Markt. Zum Red Bulletin reihen sich weitere Magazine wie Heimspiel, das Stadion- und Fußballmagazin von Red Bull Salzburg mit 24 bis 30 Ausgaben pro Jahr oder das Red Bull X-Fighters Magazine, ein internationales Freestyle-Motocross-Magazin.

Selbst mit internationalen Buchproduktionen hat Red Bull bereits Erfahrung: zum Beispiel mit Arena, dem Festbuch zur Eröffnung der Red Bull Arena in New York. Die Bücher Mit Feuer im Herzen oder Spielerpass adressieren österreichische Fans, das Red Bull Cliff Diving Media Booklet wendet sich an ein internationales Publikum. 

Vor allem Servus TV, hervorgegangen aus dem Regionalsender Salzburg TV, sorgt immer wieder für Schlagzeilen dank ausgiebiger Berichte vor allem rund um die Sportwelt des eigenen Konzerns mit internationalen Top-Leistungen etwa in der Formel 1. Gegenüber dem österreichischen Standard verriet Pirker die große Herausforderung seiner neuen Aufgabe: "Es ist klar ausgewiesen, dass das Red Bull Media House auch wirtschaftlich erfolgreich werden muss." 

© CPWISSEN 29.03.2011 17:25

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