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Strategie

TUI-Chef Joussen: Neues Wachstum mit der Blockchain

Mit der Blockchain will die TUI noch profitabler werden – und Booking.com & Co. die Stirn bieten.

Friedrich Joussen, Vorstandsvorsitzender TUI AG

Die TUI will Kunden künftig noch bessere und maßgeschneiderte Reisen anbieten können. Dazu wird die globale Plattform für das Kundenbeziehungsmanagement ausgebaut und neue Technologien genutzt. TUI-Vorstandschef Fritz Joussen setzt hier vor allem auf die Blockchain.

Diese Technik soll künftig alle eigenen Hotelkapazitäten steuern und optimal auslasten. „Die moderne IT und mehr als 20 Millionen Kunden von TUI sind die perfekte Basis für zusätzliche Geschäfte", so Joussen.  „Mit diesem Wissen bringen wir Kundenwünsche und Angebote zusammen und können Umsatz und Ergebnis steigern, ohne dafür größere Investitionen zu tätigen."


Die Blockchain wirkt wie eine Börse
für Flüge und Zimmer

Die Technik der Blockchain stimmt bald nicht nur intern Kapazitäten und Kontingente mit Reisevermittlern ab, sie soll auch auf die TUI-Website zugreifen. Alle freien Hotelzimmer und Preisänderungen würden dann automatisch auf der eigenen Website aktualisiert, sodass der Kunde stets in Echtzeit das komplexe Angebot verfügbar hätte. Wenige Restplätze begehrter Flüge und Destinationen könnten sich automatisiert verteuern – bei weniger begehrten  Kontingenten können Verkaufsaktionen initiiert werden. 

Joussen hofft, dank Blockchain auch reichweitenstarken Plattformen wie Airbnb, Expedia oder Booking.com Paroli bieten zu können und sich nicht länger die Margen diktieren zu lassen. 

Der TUI-Chef plant auch für 2019 jedenfalls wieder ein starkes Zehn-Prozent-Wachstum (2018: knapp 11 Prozent).  

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© CPWISSEN am 17.12.2018 14:18

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