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Bessere Kontrolle für User

So booten Apple und Google die Werber aus

Werber sind sauer. Sie wettern nicht nur in den USA gegen die neuen Versuche von Apple und Google, über ihre Browser Safari und Chrome Nutzern mehr Kontrolle über ihre Surfspuren im Netz zu geben.

iOS11 - Nichts für Werber

iOS11: User gespannt - Werber genervt

Apples mit viel Vorapplaus bedachter neuer mobiler Webbrowser iOS11 (ab 19. September verfügbar) – erlaubt nicht nur Augmented Reality. Er gibt Nutzern auch eine neue Einstellung an die Hand: das Cross-Site-Tracking kurzerhand abzustellen.

Werbern schmeckt das gar nicht, denn ihre Versuche, Surf-Historien und -Gewohnheiten in konkrete Angebote und letztlich in Umsatz zu verwandeln, laufen ins Leere. Das bedeutet das Aus für Cookies, diese magischen Kekse der Web-Werber, die jeden Kunden, der einmal ein Shopping-Angebot geklickt hat, über viele Tage auf noch mehr Seiten mit immer denselben Angeboten verfolgen. 

Mit dem jüngsten Safari-Update teilt Apple die Cookies in gute und schlechte auf. Alles was Spuren im Netz nachzeichnet, um beispielsweise Werbung auszuspielen, wird nach 24 Stunden blockiert und nach 30 Tagen gelöscht.

Die Werberverbände laufen Sturm

Apples Vorgehen verprelle auch Kunden, weil man ihnen werbegestützten Content und Services vorenthalte, die sie schätzten, klagen die Werber. Damit treibe Apple einen Keil zwischen Marken und Kunden. Apple kontert wenig eingeschüchtert in einer Stellungnahme: Das Werbetracking sei inzwischen so weit fortgeschritten, dass Unternehmen heute in der Lage seien, den Großteil der Surf-Historie einer Person nachzuvollziehen. Diese Informationen würden ohne Erlaubnis gesammelt und für das Retargeting genutzt. Apple sei aber der Meinung, dass die Menschen ein Recht auf Privatheit hätten.   

Auch Google plant angeblich für seine nächste Browserversion von Chrome schärfere Kontrollen. So sollen Websites geblockt werden, die Videos automatisch abspielen und nervig vom PC-Lautsprecher dröhnen, sobald die Seite lädt. Und wieder sind Werbeumsätze betroffen.

Quelle: livemint, The Verge

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© CPWISSEN am 30.09.2017 15:36

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