.: Online
Whitepaper BVDW

Influencer reingewaschen

Wer will schon gesponserte Influencer? Wer sich outet, riskiert Follower, wer sich nicht outet, seinen guten Ruf – und ebenfalls Follower. Influencer haben's halt auch nicht leicht. Und der BVDW macht es ihnen nicht leichter. Den Marken übrigens auch nicht.

Influencer reinwaschen

Die in diesem Jahr gegründete Fokusgruppe Content Marketing im BVDW wird aktiv. Erste Aktion: Man zerbricht sich den Kopf über Influencer. Ein kürzlich veröffentlichtes Whitepaper empfiehlt eine eindeutige Kennzeichnung gesponserter Inhalte.  

Für Ingo Kahnt (Newcast) aus dem Vorsitz der Fokusgruppe Content Marketing muss das Kennzeichnen eine Selbstverständlichkeit sein: „Eine solche Kennzeichnung ist nicht optional, der Gesetzgeber schreibt sie sogar vor. Zudem erwarten Nutzer diese Transparenz in der Werbung. Das ist auch eine Art Wertschätzung“, müht sich Kahnt. Und als traute er dem Gesagten selbst nicht so ganz, schiebt er nach: „Marken haben selbst ein berechtigtes Interesse an sauberer Kommunikation, und Publisher erwarten verständlicherweise eine klare Abgrenzung der werblichen von ihren redaktionellen Inhalten." 

Alles perfekt – auch für die Marken?

Lesson-to-Learn: Burda, Brands & Co freuen sich, mit dem BVDW-Paper nun endlich Klarheit zu haben. Burda pfeift seine unter dem Dach von freundeskreis.de institutionalisierten Influencer zurück und steckt ihnen erst einmal einen Button "Ich bin bezahlt von..." ans Revers, bevor man sie wieder in die eigenen Social Channels und die von Hubert Burda Media entlässt. Die Welt ist wieder ein ganzes Stück weit besser geworden. Und die 92 Prozent der Verbraucher, die auf Empfehlungen mehr vertrauen als auf Werbung, wissen wieder zu 100 Prozent woran sie sind.

Ihr Lieblings-influencer führt sie nicht länger an der Nase herum, sondern sagt offen und ehrlich, dass er sich leider kaufen lassen muss, um seine Plattform auch künftig betreiben zu können. Der Deal ist perfekt: Heute ein bisschen bezahlten Quatsch anhören, damit morgen die wirklich guten und ehrlichen Insider-Empfehlungen noch funktionieren. Perfekt – auch für die Marken?

Mehr zum Thema

© CPWISSEN am 12.10.2017 16:11

Zurück

Einen Kommentar schreiben