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Econsultancy / Adobe

82 Prozent wollen Content inhouse produzieren

Selbstlernende Algorithmen werden für Unternehmen immer wichtiger. 42 Prozent nutzen oder planen sie bereits. Zugleich wächst das Interesse an inhouse produziertem Content.

KI und Content

Was sich Marketer von der Künstlichen Intelligenz (KI) erhoffen, ist vor allem eine besser Datenanalyse (51 Prozent), es folgen mehr Effizienz im E-Mail Marketing (26 Prozent) und Programmatic Advertising (22 Prozent). Die vielfältigen KI-Potenziale für eine erfolgreiche Customer Experience bleiben jedoch weitgehend ungenutzt: Erst zwei Prozent bringen KI zum Einsatz, um begeisternde Kundenerlebnisse zu realisieren. Und das, obwohl die Optimierung der Customer Experience bei den weltweiten Marketern auch 2018 Top-Priorität genießt (19 Prozent) – gefolgt von Data-driven Marketing (16 Prozent) und dem Schaffen von relevantem Content (14 Prozent).

Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie Digital Trends 2018, die das Marktforschungsinstitut Econsultancy im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. Im Rahmen der internationalen Studie wurden rund 13.000 Marketingverantwortliche befragt.

Verantwortlich für den unzureichenden KI-Einsatz sind nach Meinung der Befragten vor allem das fehlende Know-how (41 Prozent) und die mangelnden Ressourcen (38 Prozent) im Unternehmen. Und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern: Knapp jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) plant, KI erst in den nächsten drei Jahren für Kampagnen und Erlebnisse einzusetzen.

Fragmentierte Technik erschwert Marketern das Leben

Als Customer Experience-Bremse erweisen sich heterogene IT-Systeme: In nahezu jedem zweiten Unternehmen (43 Prozent) wird mit unterschiedlichen, nicht vernetzten Technologien gearbeitet. Dadurch entstehen häufig Daten-Inseln, die einzelnen Unternehmensbereichen die für konsistente Kundenerlebnisse wichtigen Informationen vorenthalten. 

Für Unternehmen bedeutet eine gute Customer Experience vor allem den smarten Einsatz von Daten, um den richtigen Content zur richtigen Zeit an die richtigen Kunden ausliefern zu können. Aber 36 Prozent haben noch immer keinen Zugriff auf relevante Kundendaten. Insgesamt steht die Verbesserung der Data Analytics-Fähigkeiten für 65 Prozent der Unternehmen ganz oben auf der Agenda.


Unternehmen möchten Content gerne selbst produzieren, doch es fehlen die Fachkräfte

Den Content wollen sie aber trotzdem schon jetzt selber produzieren: 82 Prozent planen, die Erstellung von Inhalten 2018 ins eigene Unternehmen zu verlagern. Neben datenoptimiertem Content bestimmt nicht zuletzt gutes Design die Marken-Loyalität: 84 Prozent sind überzeugt, dass design-orientierte Unternehmen erfolgreicher agieren als andere. Doch auch hier sieht die Praxis mitunter anders aus: 43 Prozent der Marketer empfinden das Design ihres Unternehmens nicht über alle Kanäle konsistent. Knapp drei Viertel (73 Prozent) investieren deshalb auch 2018 ins Design, um den Markenauftritt weiter zu schärfen und sich vom Wettbewerb abzuheben.

Der benötigte 360-Grad-Blick auf den Kunden setzt teamübergreifende Strukturen voraus. In diesem Punkt sehen sich die meisten Unternehmen bestens aufgestellt: Rund drei Viertel (74 Prozent) verfolgen bereits einen „teamübergreifenden Ansatz", bei dem der Kunde im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht. Speziell die Zusammenarbeit zwischen dem Kreativ- und dem Marketing-Team wollen 52 Prozent in 2018 weiter verbessern. Schließlich helfen die besten Daten und Strukturen am Ende wenig, wenn die Geschichte nicht stimmt, die Botschaft den Kunden nicht erreichen kann.

Dazu bedarf es Consumer Insights, also eine Interpretation der Daten, die über die Zielgruppe erhoben wurden. Aber auch eine gehörige Portion Kreativität ist gefragt, um Konzepte und Storys zu entwickeln, die Menschen ansprechen und berühren. Und genau an diesem Punkt scheint es zunehmend zu hapern: 39 Prozent der Unternehmen beklagen sich in der Umfrage darüber, dass sie nicht über die richtigen Mitarbeiter verfügen, die sie für die Schaffung begeisternder Kundenerlebnisse bräuchten (2017: 33 Prozent). Als Gegenmaßnahme hat sich jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) vorgenommen, 2018 verstärkt in die digitalen Fähigkeiten und die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren.

Adobe Digital Trends 2018

© CPWISSEN am 09.03.2018 11:32

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