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Trusted Reach

Erstes Gütesiegel für Influencer-Marketing

Was immer ein Prüfsiegel am Ende wirklich wert ist – besser man hat überhaupt eins. Ein Berliner Start-up will Influencern mit dem "Trusted Reach"-Siegel genauer in die Karten schauen.

Trusted Reach

Alles Fake oder was? Auch unter Influencern ist der Streit um wahre Reichweite entbrannt. Mit entzündet hat ihn Reisebloggerin Nicki Sunderland. Auf ihrer Webseite EatLiveTravelDrink verriet sie kürzlich, im Besitz einer umfangreichen Liste von fragwürdigen Influencern zu sein. Diese schreckten nicht davor zurück, auf dem sozialen Online-Netzwerk Instagram in großem Stil Follower zu kaufen, um damit ihren wirklichen Einfluss massiv zu schönen. 

Nun ist das Tricksen mit Reichweiten so alt wie die Werbung selbst. Vor der Verlockung, sich mit großem Gefolge Einfluss und Umsatz zu sichern, sind selbst Unternehmen auf Facebook oder Twitter nicht gefeit. Ärgerlich nur, wenn deren Dienstleister zu ähnlichen Methoden greifen und sich als Reichweiten-Stars nicht selten Millionen-Honorare überweisen lassen.


Blacklist mit Fake-Follower-Score

Das Berliner Start-up Influting.com will jetzt mit solider Prüftechnik gegenhalten. CEO Torsten Glatz: "Trusted Reach prüft Influencer auf garantiert echte Follower und schließt so aus, dass Firmen für nicht existierende Reichweite bezahlen." Konkret analysiert die Software Follower-Wachstum, Posts, Likes und Kommentare. Daraus lässt sich ein Referenzwert für potenzielle Empfehlungen errechnen.

Umgekehrt entsteht aus dem Abgleich mit einer „Blacklist“ ein sogenannter Fake-Follower-Score, der Unternehmen vor Fehlinvestitionen schützen soll. Zusätzliche Analysewerkzeuge lassen Influencer-Kampagnen in Echtzeit bewerten und bieten eine Allzeit-Kostenkontrolle.  

Influting.com hat bereits Bosch, die Stadtwerke Düsseldorf sowie die Warner Music Group auf der Kundenliste.

© CPWISSEN am 07.04.2017 10:10

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