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Shopstrategie

DocMorris geht mit Rewe in den Supermarkt

DocMoriss will zum Jahresbeginn Bekanntheit und Umsatz mit Unterstützung von Rewe-Märkten fördern. Das Beispiel könnte bei weiteren reinen Online-Händlern Schule machen.

DocMorris geht mit Rewe in den Supermarkt

Online Shops brauchen Wirkungsverstärker, wollen sie Reichweiten und neue Kunden gewinnen. Ob sie nun Kundenmagazine herausbringen, sich starke Filialpartner suchen - oder beides. DocMorris hat sich für eine Kooperation mit Rewe entschieden.

Ab 2. Januar 2012 werden Rewe-Kunden in bundesweit über 3.000 Märkten regelmäßig an auffälligen Stellen in Handzetterln, Broschüren und DocMorris-Katalogen sowie über die Rewe-Homepage www.rewe.de über das Angebot der Versandapotheke informiert. Sie profitieren zugleich von Rabatten und Vorteils-Aktionen.

Durch die Hintertür ins Marktsortiment
Rewe und DocMorris umgehen dabei geschickt das 2009 vom Europäischen Gerichtshof bestätigte deutsche Apothekerrecht, wonach der freie Wettbewerb mit Medikamenten zugunsten der Apotheken beschränkt bleibt. Supermarktketten und Pharmagroßhändler hatten zuvor großes Interesse am Medikamentenvertrieb über die Marktregale signalisiert.

Wie die Kooperation von Rewe mit DocMorris zeigt, finden sich neue Hintertürchen. Regelmäßigen Warnungn des Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vor minderwertigem Präparaten aus Supermärkten und Drogerien klingen da schon eher wie verzweifelte Rufe nach Bestandsschutz für Vor-Ort-Apotheken.  

DocMorris hat zwar seit 2007 ebenfalls Kooperationen mit inzwischen 160 selbstständigen Apotheken, die sich DocMorris-Apotheke nennen, doch 3.000 Supermärkte bringen deutlich mehr Strahlkraft. Sie erreichen Kunden, die siche eher im Vorübergehen für Gesundheitstee und Bronchialtropfen  interessieren, um sich in der nächsten Stufe auch für rezeptpflichtige Medikamente gewinnen zu lassen. 

© CPWISSEN 18.12.2011 12:03

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