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Mit Territory und Jung von Matt

Auch auf BMW.com herrscht jetzt freie Fahrt für Content

BMW setzt seine internationale Markenhomepage BMW.com neu auf – weg von statischen Kampagneninhalten, hin zu schneller redaktioneller Reaktion auf die Kunden-Interessen – und wieder stellt man sich die Frage nach einer Printzukunft des BMW-Magazins.

BMW: redaktionelle Markenplattform Daimler lebt es vor. Audi hat mit einer Single-Plattformstrategie zwar seine Website als zentrale Anlaufstelle ausgebaut, klebt aber noch sehr im Werblichen. Jetzt will es die neue Website BMW.com noch besser machen und mit einer großen Themenvielfalt aus der Welt von BMW und darüber hinaus eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Die Themen der neuen zentralen Anlaufstelle der Münchner Premiummarke drehen sich um Mobilität und Lifestyle – wie Elektromobilität, Car Sharing oder Autonomes Fahren – und reichen bis zu Bereichen jenseits des Automobils wie Lifestyle, Kultur oder Reisen. Immer in knapper, leicht zu konsumierender Form und multimedial inszeniert. Neben klassischen Inhalten wie Artikeln, Videos oder Bildergalerien sollen vor allem schnell konsumierbare „Snackable“-Formate wie Listicles oder Infografiken für Attraktivität bei den Lesern sorgen. Jörg Poggenpohl, Head of Digital Marketing BMW:

„Die Website wurde von Grund auf neu entwickelt und steht sinnbildlich dafür, wie wir die Kommunikation der Marke BMW konsequent neu denken und verjüngen. Wir wollen eine informative und unterhaltsame Plattform mit relevanten Inhalten bieten: für alle BMW-Fans, aber auch für Menschen, die bis jetzt noch nicht mit unserer Marke in Berührung gekommen sind.“

Optimiert für mobile Endgeräte mit AMP- und PWA-Technik
Auch die Bedienung der Seite ist dank Progressive Web Apps (PWA)-Technik ganz auf mobile Endgeräte ausgerichtet. Ein Swipe genügt für einen Einblick in die Neuausrichtung der Marke. Der User navigiert in der für ihn gewohnten und aus vielen Apps gelernten Manier auf dem Smartphone zwischen animierten Artikeln und bildschirmfüllenden Videos, die eher an Formate wie Snapchat Discover oder Social Media Timelines als an die bekannte statische Anmutung klassischer mobiler Websites erinnern.

BMW setzt als eine der ersten Automobilmarken weltweit auf Googles Accelerated Mobile Pages (AMP), um mobile Ladezeiten auf unter zwei Sekunden zu senken: ein Feature, das bisher fast ausschließlich für Artikel klassischer Nachrichtenanbieter Anwendung fand.  


Redaktionelle Relevanz statt statischer Kampagnen

Die statische Kampagnenorchestrierung – orientiert an Markteinführungen, Modellstarts und Produktzyklen – tritt in den Hintergrund. Statt dessen richtet sich die redaktionelle Planung am individuellen Bedarf von Fans und Interessenten aus.

BMW hat dafür auch seine Marketing-Teams neu organisiert. Ein neu geschaffenes Content Studio bildet den Dreh- und Angelpunkt für alle inhaltlichen Entscheidungen. Es wird laufend mit Erkenntnissen aus der Realtime-Datenanalyse versorgt, um für die Zielgruppe relevante Themen und Inhalte mit hoher Relevanz oder starker Social Media Dynamik zu identifizieren. Die passenden Inhalte können kurzzeitig produziert und veröffentlicht werden und fließen in alle BMW- Digital-Kanäle ein. Das Ziel: ein internationaler Online-Auftritt, der immer am Puls der Zeit ist und kommunikative Akzente setzen.


Printausgabe des BMW-Magazins vor dem Aus?

Die Neuausrichtung der Website steht auf Agenturseite unter der Regie von Territory und Jung von Matt. Territory hatte sich unlängst im Pitch gegen namhafte Mitbewerber wie Etathalter Hoffmann und Campe X oder C3 Creative Code and Content durchgesetzt. Dabei ging es auch um eine Printversion des BMW-Magazins, das zuletzt zweimal jährlich erschienen war. Dessen Zukunft sehen Insider inzwischen skeptisch und wollen wissen, dass das Aus des Printprojekts bereits besiegelt sei, was aktuell aber weder BMW noch Territory bestätigen wollen.

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© CPWISSEN am 02.03.2018 11:56

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