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Online- und Offline-Verknüpfung

Online, AR, VR und Laden – so fliegt der Möbelhandel

Auch Käufer, die lieber in einer Filiale einkaufen, recherchieren inzwischen zu 85 Prozent vorher online. Das fand die Digitalagentur Hmmh im Auftrag des Online-Shops moebel.de heraus.

Käufer-Type im Möbelhandel

Umgekehrt informieren sich Online-Käufer zu 54 Prozent vor einem Kauf im Laden. "Online und offline präsent zu sein und die Kanäle eng miteinander zu verzahnen, spielt also eine immer größere Rolle im Möbelhandel", so Gerd Güldenast, Managing Director bei Hmmh unter dem Dach der Serviceplan Group.

Entscheidend für den Offline-Kauf ist für 68 Prozent der Befragten, dass sie die Qualität besser einschätzen können. 56 Prozent wollen das Material überprüfen und für 41 Prozent ist es wichtig, Möbel gleich mitnehmen zu können.

Insgesamt ist für 70 Prozent der Befragten die Optik des Möbels am wichtigsten, gefolgt von Qualität und   Funktionalität.  All das lässt sich online nur schwer abbilden. Deshalb bieten erste Möbelhändler mittlerweile den Online-Versand von Materialmustern an. Auch wertige Produktbildern und Detailaufnahmen sowie vollständige und ansprechend formulierte Produktbeschreibungen unterstützen.

 

Auch Augmented Reality (AR) stärkt das Online-Geschäft. Damit stellen Interessierte die Möbelstücke virtuell in ihre Wohnung und können sie von allen Seiten betrachten. Zwar haben erst elf Prozent der Befragten Erfahrung mit Augmented Reality, fast zwei Drittel können sich jedoch vorstellen, AR beim Kauf im Geschäft zu nutzen. Knapp ein Drittel kann sich die Nutzung auch online vorstellen.

Und auch die Virtuelle Realität, durch eine entsprechende Datenbrille gestützt, wird zunehmend zum Thema. 54 Prozent stehen der Nutzung von VR in der Filiale offen gegenüber. Erst 38 Prozent sind offen gegenüber VR Im Online-Shop.  

Hmmh empfiehlt vier Schritte, um im Möbelhandel erfolgreich zu sein:

  1. Optimierung von Produktdaten
    Durch eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Produktinformationen wird dem Kunden signalisiert, dass sich der Händler eingehend mit den Produkten beschäftigt hat.
  2. Moderne PIM-Systemen
    Product-Information-Management-Systeme (PIM-Systeme) erleichtern die Datenpflege, können digitale Touchpoints, wie Voice Interfaces oder VR-Brillen bedienen und sind die Voraussetzung für die Anbindung an Online-Marktplätze.
  3. Automatisierte Produktbeschreibungen für große Sortimente
    Durch trainierte Natural-Language-Generation-Systeme (NLG) können variantenspezifische Produkttexte in großer Stückzahl generiert werden – innerhalb von Sekunden.
  4. 3D-Visualisierung als Ergänzung zur klassischen Produktfotografie
    Virtuelle Produktfotografie und Computer-Generated-Imagery (CGI) reduzieren im hohen Maße die Erstellungszeit von Produktbildern.



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© CPWISSEN am 11.10.2018 14:43

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