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Professionelle Anwendungen

WhatsApp wird erwachsen

Das Medium zum privaten Bildertausch verändert sich: Ausgeklügelte Systeme nutzen die Vorteile des Messengerdiensts zur Kundenkommunikation.

WhatsApp, das bisher vorwiegend zur Versendung von Enkelbildern zwischen stolzen Omas und zur Terminabsprache pubertierender Jugendlicher gebrauchte Onlinetool, wird erwachsen. Systemhäuser springen mit professionellen Lösungen auf den Messenger-Zug auf. Gekoppelt mit dem CRM des Unternehmens erreichen deren Messengerservices die Kunden per WhatsApp. 

„Wir stehen hier am Anfang einer rasanten Entwicklung“, begeistert sich Franz Buchenberger, Geschäftsführer von WhatsBroadcast. Seine Firma erweitert bestehende Lösungen um ein WhatsApp-Modul. Zwar hat er erst rund 500 Kunden, die auf 700 Kanälen seine Profidienste nutzen, aber das ist erst der Anfang. Er erwartet die Zahlen emporschnellen wie eine Ariane-Rakete nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou. „Maßgeblicher Grund dafür ist Kosteneffizienz“, so Buchenberger, „die technischen Möglichkeiten von Messenger-Services und den damit eng verknüpften Bots werden das Kommunikationsverhalten von Unternehmen nachhaltig verändern.“

T-Systems zum Beispiel hat aktuell die Autohäuser als Zielgruppe im Visier. Das Produkt heißt Customer Experience Management Automotive, kurz CEM Automotive. „Verschiedene Module von CEM“, heißt es, „decken die gesamte Customer Journey im Autohaus ab, vom ersten Besuch über die Werkstattplanung bis hin zu vorausschauenden Analysen.“ Dank Buchenbergers WhatsApp-Erweiterung für die T-Systems-Lösung kann die Werkstatt jetzt ihre Kunden anpingen, wenn kurzfristig ein Termin zur Probefahrt freigeworden ist oder, weniger erfreulich, aus laufenden Wartungsarbeiten eine Reparatur zu werden droht und eine Entscheidung des Kunden eingeholt werden muss.

Zwar wäre dies per Mail oder Telefon ebenso möglich, nicht aber mit vergleichbarer Konsequenz: Über WhatsApp hat der Verkäufer oder Werkstattmeister den Kunden direkter auf dem Schirm. Ein Klick genügt für die persönliche und schnelle Kommunikation. Rund 70 Autohäuser konnten Buchenbergers System-Ingenieure bereits überzeugen. Und diese Zahl, so hofft der Geschäftsführer, ist erst der Beginn eines steilen Anstiegs.

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© CPWISSEN am 22.05.2017 18:47

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