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Mit sechs Thesen den Mobile Moments auf der Spur

Dieselbe Funktion einer App kann extrem hilfreich sein oder extrem stören – allein die Situation entscheidet über Top oder Flop des angebotenen Contents. Experten von Forrester haben für das Phänomen den Begriff „Mobile Moments“ geprägt. Mit einem Thesenpapier stößt jetzt der BVDW die Diskussion um Mobile Moments an.

Mobile Moments

Dreimal Mobile Moments: Die Jungs befinden sich offensichtlich in tatendrängiger Verfassung. Wer das erkennt, kann sie erreichen. 


Zur Erklärung ein Beispiel: Ein Geschäftsreisender, der am Bahnhof seinen Zug erwischen möchte und per Smartphone nach dem Gleis sucht, wird schnell ein Ergebnis sehen wollen. Sitzt er jedoch im Zug und spielt mit seinem Smartphone, dann ist er offen für Inspirationen und Ablenkung. Derselbe Mensch, dasselbe Smartphone - aber diametral unerschiedlichste Wirkung. 

Für Kontakte mit dem Smartphone – im Schnitt klickt jeder 150 Mal am Tag – haben Marktforscher von Forrester Research den Begriff „Mobile Moments“ erfunden. Die Qualität dieser Mobile Moments unterscheiden sich erheblich, wie das Beispiel zeigt.

Die Mobile Moments sind ausschlaggebend, ob der angebotene Content wirkt oder Verärgerung auslöst. So stehen Marketer vor der Herausforderung, die Qualität der Mobile Moments ihrer Zielgruppe zu verstehen und Content oder Werbung dynamisch dafür zu optimieren.


Situationen bestimmen die Wirkung

Eine große Aufgabe, die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) jetzt mit einem Thesenpapier angeht. In sechs Punkten erklären die Experten, wie Marketing gestaltet sein muss, um auf mobilen Endgeräten zu funktionieren statt zu stören. „Wir wollen zur Diskussion anregen, wie Mobile Moments erkannt und zielgerichtet genutzt werden können“, erklärt Samir Reinert, Lableiter der Mobile Moments. „Wem das gelingt, der kann die Nutzer wirksam erreichen."

Das sind die sechs Thesen:

1. Nutzer erwarten eine personalisierte und an sie und ihren aktuellen Kontext angepasste Ansprache.
2. In der Analyse der Customer Journey müssen Mobile Moments und ihr Kontext berücksichtigt werden.
3. Die Berücksichtigung der Mobile Moments im Advertising ermöglicht relevantere Werbung, die als weniger störend empfunden wird.
4. Werbungtreibende und Agenturen müssen die Mobile Moments ihrer Zielgruppe schon bei der Zielgruppendefinition, der Kreation und der Gestaltung der Medienpläne berücksichtigen.
5. Voraussetzungen für die Ansprache von Konsumenten im richtigen Mobile Moment sind die Verfügbarkeit von Daten sowie der Einsatz spezieller Technik. 
6. Mobile Websites und Landing-Pages müssen technisch und inhaltlich für die Mobile Moments von Konsumenten optimiert werden.

→Das vollständige Thesenpapier finden Sie hier. 

 

© CPWISSEN am 31.08.2017 18:33

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