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Headset ab 199 US-Dollar

Facebook bringt sich mit Oculus Go bei VR in die Pole Position

Der Markt für Virtual Reality krankt an globigen Headsets und hohen Preisen. Beides will Facebook mit dem neuen Oculus Go Headset im Griff haben.

Oculus Go Verkaufsstart am 2. Mai

Es war auf der Entwicklerkonferenz F8 Anfang Mai im kalifornischen San Jose, als Mark Zuckerberg das neue Oculus Go Headset vorstellte und die Community in Staunen versetzte. Zuckerberg will den VR-Markt für die Massen ausbauen – und Oculus Go soll den Startschuss geben. Das Headset funktioniert als Standalone-Gerät ohne Smartphone – muss nur einmal damit konfiguriert werden – mit eigenem Display und Lautsprechern und wird damit leichter und komfortabler für den Nutzer. Anstatt wie ein Astronaut an seiner Versorgungsleitung schwerfällig herumzutapsen, verspricht Facebook jetzt VR-to-go. 

Dazu kommt der vergleichsweise günstige Preis: Die 32 GB-Version wird bereits für 199 US-Dollar angeboten, die 64 GB-Version soll 249 US-Dollar kosten. Zum Vergleich: Das Highend-Gerät Oculus Rift gibt es erst ab 400 US-Dollar und setzt zudem einen VR-fähigen Computer voraus, für den Interessierte nochmal mindestens 800 US-Dollar hinblättern müssen. Dass Facebook bisher keine offiziellen Verkaufszahlen für die Oculus Rift nennt, steht als Aussage für sich.

Entsprechend groß sind die Hoffnungen, die man jetzt in die Oculus Go setzt. Schließlich gilt es den Preis von 2,3 Milliarden US-Dollar zu rekapitalisieren, den Facebook 2014 für die Übernahme von Oculus bezahlt hat. Das wird nur funktionieren, wenn es auch attraktive VR-Inhalte gibt. Die wiederum gibt es aber erst, wenn der Markt eine attraktive Größe hat.

Ein massentaugliches Gerät wie die Oculus Go könnte diesen Teufelskreis jetzt aufbrechen. Brancheninsider rechnen seit Marktstart am 2. Mai bereits mit bis zu 200.000 verkauften Brillen des neuen Typs. 

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© CPWISSEN am 18.05.2018 10:41

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