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Fashion Stories

S.Oliver: mehr Content, weniger Werbung

Sonnenuntergang in trauter Zweisamkeit – die Würzburger Modemarke S.Oliver verzichtet künftig auf derlei Bilder in Imagekampagnen und versucht es stärker mit Content.

s.oliver

Den Anfang der neuen S.Oliver-Content-Strategie bringt das Frühjahr 2018: 17 Tage lang werden derzeit über 290 Fotomotive und Videos produziert, die bei Anzeigen in Print- und Onlinemedien, am POS und im E-Shop sowie in gut 100 Social-Media-Formaten und diversen Fashionclips zum Einsatz kommen. 

S.Oliver, die 1969 von dem gelernten Karosseriebauer Bernd Freier gegründete Mainstream-Modemarke aus Rottendorf im Landkreis Würzburg, geht weg von ihrer halbjährlichen Imagekampagne hin zu kontinuierlich aktualisiertem Content. „Halbjährliche Imagekampagnen sind nicht mehr zeitgemäß“, so Marketing Director Sandro Schramm, „sie passen nicht zu unseren monatlich wechselnden Themen und Kollektionen.“


„Nicht mehr zeitgemäß“

Für jede  der Linien S.Oliver Red, S.Oliver Black Label und S.Oliver Junior lässt der Hersteller jetzt monatlich zahlreiche neue Content-Themenhäppchen produzieren. Den Auftakt für die Hauptmarke macht derzeit das Thema „Denim Flowers" mit knapp 300 Motiven und Mode-Clips, die über alle Kanäle gestreut werden – Social Media, Webseite, E-Shop, aber auch in Print und am Point of Sale. Im März folgt die Trenchcoat-Promotion „Classic meets Color".

s.oliver Gernot Lenz

Konzipiert und produziert wird inhouse, lediglich für die Mediaplanung beauftragt der Bekleidungskonzern eine Agentur. Allerdings besteht in Sachen Qualität des Contents noch erheblich Luft nach oben, so Beobachter. Wie sich der neue Vorstandschef Gernot Lenz (Foto rechts) eine durchgehende und kanalübergreifende Markenstrategie endgültig vorstellt, ist noch offen. Lenz, der zuletzt Chief Operating Officer von Tommy Hilfiger Global war, ist erst seit Januar im Amt.

 

© CPWISSEN am 08.02.2018 17:25

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