.: Strategie
Alexandra Notz übernimmt

Neue Holding für Bissinger plus und KNSK – ohne Andreas Siefke?

Die neue Holding soll sich mit integrierten Angeboten vor allem dem Content Campaigning widmen.

Kim Notz führt die neue Holding von Bissinger und KNSK
Neue Frontfrau: Kim Notz

KNSK und Bissinger plus, die schon bisher über Beteiligungen eng vernetzt waren, geben sich ein neues Holdingdach. Alle Gesellschafter der beiden Agenturen tauschen ihre Anteile in entsprechende Holdinganteile und halten künftig nur noch an der gemeinsamen Holding Beteiligungen. Damit soll, so heißt es, auch ein Generationswechsel eingeleitet werden.

Neue Frontfrau der Agenturgruppe wird Kim Alexandra Notz, 36. Sie hält Anteile, ebenso wie Manfred Bissinger, 77, Werner Knopf, 62, Detmar Karpinski, 58 – und eigentlich auch Andreas Siefke, der in der Presseinformation allerdings keine Erwähnung findet, was Anlass zur Spekulation gibt.

Notz setzte sich intern offenbar gegen Andreas Siefke durch, mit dem sie neben Bissinger zum Gründungsteam von Bissinger plus gehört. Ihre Empfehlung für den Aufstieg innerhalb der Agenturgruppe dürfte der gewonnene Pitch um den Auftrag als Leadagentur für die „Signal Iduna"-Gruppe gewesen sein. Dabei konnte sich KNSK brand lab gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen und betreut ab sofort den Konzern im Bereich Strategische Markenführung und Content Campaigning.

Welche Rolle Siefke übernimmt, bleibt noch unklar. Auf Anfrage erklärt er: „Wir sind noch in vertraglichen Verhandlungen. Die Struktur der Gesellschafter und der Geschäftsführung sowie den neuen Namen der Holding werden wir im Januar bekanntgeben.“

Agenturmarken bleiben bestehen

Die bisherigen Agenturmarken und ihre jeweilige DNA sollen auch unter der neuen Holding erhalten bleiben: KNSK steht für Werbung, KNSK brand lab für strategische Markenberatung , Bissinger plus für Content.

KNSK und Bissinger plus arbeiten bereits seit Anfang 2016 eng an gemeinsamen Projekten mit einem integrierten Ansatz zusammen. Mit der neuen Gesellschafterstruktur soll in Richtung Kunden noch deutlicher signalisiert werden: Die Geschäftsmodelle von klassischer Werbung, strategischer Markenberatung und Content Marketing wachsen zusammen.

Das gemeinsame Angebot der operativ agierenden Holding heißt Content Campaigning. Damit sollen vor allem Neukunden angesprochen werden, die sich mit Content Marketing-Kampagnen durchsetzen wollen, ohne dabei auf die bewährten Instrumente der klassischen Werbung zu verzichten. Notz soll sich gezielt um die Weiterentwicklung des integrierten Angebots Content Campaigning und um das Neugeschäft kümmern.

„Warum", so fragt ein Mitbewerber, „hat man die neue Struktur jetzt bekanntgegeben und nicht bis zur Klärung von Holdingnamen und künftiger Rolle dieses bisherigen Mitgesellschafters gewartet?" Zumal, so lässt sich ergänzen, Siefke auch Präsident eines Branchenverbands – des Content Marketing Forums – ist, und niemand ein nachvollziehbares Interesse daran haben dürfte, ihn in dieser Rolle zu schwächen. 

 

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© CPWISSEN am 30.11.2017 18:05

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