.: Strategie
Kunden als Markenbotschafter

Heidelberger: Erfolgreich mit Community-Kampagne

Wie Heidelberg mit seiner Produktkampagne „Speedmaster. Get inspired“ Kunden und Potentials mit Customer Generated Content in eine Community führt und überzeugend erklären kann, warum Qualität ihren Preis hat.

Heidelberg TestimonialTestimonial der Kampagne: Chen Changlong, Geschäftsführer bei Shanghai Chang Xin Long Printing, vor seiner neuen Speedmaster. 

 

„Das war wieder ein Showlaufen für unsere Bvik-Reihe ’Mitglieder für Mitglieder’, lobt Bvik(Bundesverband Industrie Kommunikation)-Vorstand Rainer Pfeil, CFO Bluepool GmbH, das Best Practice von Heidelberg, Anbieter von Produkten, Servicedienstleistungen und Verbrauchsmaterialien für die Druckindustrie, zum Thema Kommunikationsstrategie.

Es geht konkret um die Produktkampagne „Speedmaster. Get inspired“. Von einer eigenen Website begleitet, hat sie eines im Fokus: Community Building mit Hilfe von Erfolgsgeschichten. Und zwar solche, die auch erläutern, warum Qualität ihren Preis hat. Ein Dauerbrenner für deutsche Industrie-Unternehmen, die immer wieder hohe Preise rechtfertigen müssen. Kolja Weyandt, Business Unit Sheetfed bei Heidelberg:

„Ziel war es, Kunden aus ihrer Praxis berichten zu lassen, um zu belegen, dass das teuerste Produkt auch das bei weitem wirtschaftlichste ist.“

Dabei sollten alle Ebenen im Kundenunternehmen erreicht werden, vom Druckereimitarbeiter bis zum Geschäftsführer. Mit persönlichen Statements stellen Kunden seit Kampagnenstart ihre Geschäftsmodelle, ihre Erfolge und die Rolle der Speedmaster-Maschinen vor – und werden so zu Botschaftern für die Marke Heidelberg im Rahmen einer Community, die dem Unternehmen fortdauernd Ansätze für einen vertiefenden Kundendialog und eine Optimierung des eigenen Customer Relationship Management (CRM) bietet. 


Community-Effekt durch Kunden-Engagement

Gestartet wurde die von der Wsp Design Werbeagentur entwickelte Marketing-Kampagne mit zwölf Testimonials. In einer Art Schneeballeffekt gewannen diese rasch an Dynamik. Alle "Customer Generated"-Beiträge werden seither in einem übersichtlichen One-Pager gesammelt und durch vielfältige Aktionen über die verschiedensten Kanäle bekannt gemacht. Durch den 14-tägigen Wechsel der Beiträge wird die Website vom Start weg gut genutzt. Aktionen wie Foto-, Text- und Video-Wettbewerbe stärken die Aufmerksamkeit.

Die Webstatistik bestätigt lange Besuchszeiten sowie einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Direktzugriffen, was wiederum von einem starken Engagement zeugt. Michael C. Weber, Geschäftsführer Kreation der Wsp Design Werbeagentur:

„Im vielfältigen Content, den Heidelberg-Kunden oft in ihrer Freizeit erstellt und eingereicht haben, zeigt sich, dass durch die Kampagne ein echtes ’Community-Feeling’ erzeugt wurde.“

Unterstützt wurde dieses Feeling von einer App mit Snapshot-Funktion sowie flankierend lancierten Social-Media-Aktivitäten.


Learnings aus sechs Jahren Social Media

Martina HeinenMartina Heinen, Online Marketing & Social Media Manager bei Heidelberg (Foto), bestätigt aus ihrer Erfahrung die hohe Relevanz von Entertainment-Maßnahmen für virale Reichweiten. Es sei allerdings essenzielle Voraussetzung, zunächst eine Akzeptanz im Unternehmen zu schaffen und entsprechende Guidelines zur Verfügung zu stellen. Erfolgsfaktoren seien gute Bilder, auch Teaser-Texte mit gerne auch provokanten Aussagen sowie eine Regelmäßigkeit bei den Posts. Laut Heinen ist es außerdem wichtig, nach einem Redaktionsplan vorzugehen und Kritikfähigkeit zu entwickeln: „Nutzen Sie auch negative Kommentare, um mit Ihren Kunden und Besuchern direkt ins Gespräch zu kommen!“

Der Kunde entwickelt mit

Was bei Heidelberg im Rahmen der Unternehmenskommunikation heute über alle Kanäle praktiziert wird, hat eine über 25 Jahre andauernde Tradition in der Produktentwicklung. Seit 1992 werden im Konzeptkundenprojekt gemeinsam mit Kunden und Geschäftsführung der Bedarf und die Marktanforderungen eruiert und offen diskutiert. Dadurch gelingt es dem Weltmarktführer, seine Stellung in der hart umkämpften Druckbranche auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu behaupten. Die langjährige Historie des intensiven Kundendialogs und die fortdauernden Digitalisierungsprojekte helfen dem Unternehmen zudem, Lösungen für eine Industrie 4.0 auf den Markt zu bringen und damit die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Foto: Heidelberger Druckmaschinen

 

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© CPWISSEN am 09.03.2017 16:40

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