.: Strategie
Anspruchsgruppen befragt

Axel Springer treibt Nachhaltigkeitsberichterstattung voran

Wie analysiert und interpretiert man Nachhaltigkeit? Wenn sich das ein Medienunternehmen wie Axel Springer fragt, darf man eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema erwarten. Springer hat gerade geliefert: den neuen Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2013 bis 2015.

Nachhaltigkeitsbericht Axel Springer

Novum und klarer Pluspunkt für den Bericht, der seit 2014 alle zwei Jahre erscheint: Axel Springer befragte Anspruchsgruppen – also Gruppen mit berechtigtem Interesse am Unternehmen, wie Mitarbeiter, Kunden oder NGOs: Was wollt Ihr eigentlich von uns wissen zum Thema Nachhaltigkeit?

Heraus kamen Antworten, die sich nun im Inhalt spiegeln: Produktverantwortung, Kundenzufriedenheit, journalistische  Unabhängigkeit, Arbeitgeber-Attraktivität, die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards sowie die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: 

„Als eines der führenden Verlagshäuser Europas haben wir eine große gesellschaftliche Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen. Wer sich kritischem Journalismus verpflichtet, muss auch selbst einer genauen Überprüfung standhalten.“

 

Über die G4-Vorgaben der Global Reporting Initiative hinaus, entwickelte die Verlagsgruppe mit dem Konzernrechnungswesen eine neue Auswertungs- und Erfassungsmethode, um auch länderübergreifend den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen kalkulieren zu können.

 

Auch Jobportale auf Mauritius fallen in die Rechnung

Denn die Digitalisierung der Medienwelt verbraucht zwar weniger Holz als primären Rohstoff, dafür umsomehr Energie. Florian Nehm, Leiter des Referats Nachhaltigkeit: "Wir können nun auch den Energieeinsatz und die daraus kalkulierte CO2-Emission unserer Jobportale auf Mauritius dokumentieren.“ Mit dem Prüfsiegel der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers erhalten die Berechnungen und Interpretationen ihr international anerkanntes Zertifikat. 

Wälder-freundlich gibt sich das Berichtsformat: Der Report wird ausschließlich online publiziert. Weil im Haus aber nach wie vor reichlich Papier bedruckt wird, dokumentiert man auch den kontinuierlichen Austausch mit Vertretern der Forstindustrie.

Neben der Ökologie steht das soziale Engagement von Medienmarke und Mitarbeitern im Fokus und – wie könnte es anders sein – die Fortbildungs-Formate für alle Mitarbeiter, um den digitalen Wandel mit bestmöglicher Qualität zu begleiten. 

Bleibt nur eine Frage: Warum ist der inhaltlich opulente Bericht noch nicht im responsiven Design umgesetzt? 

zum Bericht 
Axel Springer bei CPWISSEN

 

© CPWISSEN am 07.11.2016 10:50

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