.: Strategie
Neue Facebookzahlen

Also sprach Facebook-Zuckerberg: Alles in Butter

Geringere Nutzung, mehr Gewinn: Mark Zuckerberg kann es erklären. Noch.

Mark Zuckerberg, Foto: flickr

Facebook legt die 4. Quartalszahlen für 2017 vor. Demnach sinken die Nutzungszeiten bei Facebook deutlich. Alles gut, meint Mark Zuckerberg, und deutet den Nach- zum Vorteil um. Weil, wie strategisch gewünscht, weniger Videos, Nachrichten und Inhalte von Facebook-Seiten angezeigt würden, stattdessen mehr Beiträge von Freunden, verringerten sich zwangsläufig auch die Nutzungszeiten. Pro Nutzer errechnet sich der Einbruch zwar nur auf zwei Minuten, faktisch aber auf 50 Millionen Stunden – in denen auch keine Werbung mehr gezeigt werden kann.

Noch hat dieser Einbruch keine nennenswerte Auswirkung auf das Gesamtgeschäft. Im vergangenen Quartal legte Facebooks Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent auf 13 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn stieg um ein Fünftel auf 4,27 Milliarden Dollar, wie Facebook am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte.

Facebook verkündet zum Ende des vierten Quartals 2,13 Milliarden aktive Nutzer pro Monat. Wenngleich das 32 Millionen mehr als zum Ende des vierten Quartals sind, murren die Börsianer über dieses bislang langsamste Wachstum.

Zumindest in Europa kann Facebook mit den Erlösen pro Nutzer kaum zufrieden sein: mit neun Dollar liegen diese zwar über dem weltweiten Durchschnitt von sechs Dollar, erreichen aber nur ein knappes Drittel der Nordamerika-Erlöse von knapp 27 Dollar. 

Für 2018 hat Mark Zuckerberg hochfliegende Gewinn-Fantasien bereits gebremst: Investitionen in die IT-Infrastruktur dürften das Wachstum verlangsamen. 

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© CPWISSEN am 01.02.2018 15:32

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