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Interactive Programmatic Services

Accenture steigt ins Mediageschäft ein

Accenture macht jetzt auch Mediaagenturen Konkurrenz: Die Tech-Berater helfen ihren Kunden beim Programmatic Advertising.

Accenture steigt ins Mediageschäft ein

Digitalwerbung muss vor allem eines können: Blitzschnell auf User-Interessen reagieren. Unternehmen holen sich die Kompetenz deshalb zunehmend ins eigene Haus. Beim Implementieren und im Support will künftig auch Accenture verstärkt helfen. Aber nicht nur. Die Tech-Profis steigen auch selbst ins Mediageschäft ein. Als Mediaagentur will Accenture Interactive Programmatic ab sofort für Kunden Programmatic Advertising planen und ins Netz bringen und sich damit einmal mehr als "Cagency" positionieren – ein neues Kofferwort aus Consultancy und Agency. Und ein Weckruf für viele, die sich noch mit einer von beiden Disziplinen begnügen.

Angeblich hat man Accenture die Tür eingerannt und um diese Serviceerweiterung dringend gebeten. Anatoly Roytman, Managing Director von Accenture Interactive für Europa, Afrika und Latein Amerika, beteuert "viele, viele Anfragen". Er sieht im wesentlichen drei Ursachen für den Wunsch nach mehr inhouse-Kontrolle beim Programmatic Advertising: Erstens, mangelndes Vertrauen in die Umfeldplatzierung, darunter fällt das Thema Brand Safety. Zweitens, die mit dem DSGVO gewachsenen Anforderungen an den Datenschutz. Und drittens das Hoffen auf mehr Werbewirkung.

Das Algorithmen-basierte Programmatic Advertising ist ein boomendes Geschäft. In den USA rechnen E-Marketer schon in diesem Jahr damit, dass 80 Prozent der Display-Werbung mittels Algorithmen gesteuert wird. Roytman sieht die gesamte Werbung weltweit sich in diese Richtung bewegen – ein Markt von geschätzten 500 Milliarden US-Dollar.

Quelle: campaign

© CPWISSEN am 24.05.2018 11:22

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