.: Experten-Forum
FIT FOR FUTURE

Bavaria Film Interactive goes global

„Die Nachfrage großer Brands nach Online-Videos als emotionale Leit-und Begleitmedien wächst“, bestätigt Lars Reckmann, Geschäftsführer von Bavaria Film Interactive. Zugleich sichtet er einen deutlichen Trend zum globalen Bewegtbild.

Bavaria Film Interactive goes global
Lars Reckmann

Für BFI hat Lars Reckmann konkrete Belege: „Der Umsatzanteil am Gesamtgeschäft liegt bereits bei 30 bis 40 Prozent, und die Nachfrage deutscher Firmen nach Filmen für den Einsatz im Ausland steigt weiter – nicht nur bei unseren Bestandskunden wie BMW und  SAP.“ 

BFI reagiert daher in diesem Jahr mit dem Ausbau seines Netzwerks mit ausländischen Produktions-Dienstleistern in Indien, Südamerika und Russland sowie mit intensivierten Geschäftsbeziehungen zu seinen Partnern in USA und China. Reckmann: „Die deutschen ‚global Player’ haben verstanden, dass Filme über und für das  Ausland auch dort hergestellt werden müssen, um den kulturellen, gesellschaftlichen  und wirtschaftlichen Maßstäben in China oder den USA gerecht zu werden.“ 

Überzeugen kann er neben Qualität und einem guten Preis-Leistungsverhältnis vor allem mit Service. Allen Kunden steht für das Management ihrer Auslandsproduktionen eine einzige Telefonhotline zur Verfügung. Die globale Koordination verlangt den 25 festangestellten Mitarbeitern vor Ort viel ab. Reckmann: „Wir sind 24 Stunden verfügbar.“ Das Arbeitsvolumen wächst, was sich ganz nebenbei auch in den wachsenden Telefonkosten spiegelt. 

iPad 2, Motorola, Samsung, HP – vom Tablet-Hype profitieren auch Bewegtbildanbieter
"Die Mehrzahl der von uns produzierten Filme optimieren wir heute auch gleich für den Einsatz auf Tablets und Mobile Devices", so Reckmann. Ob für krones.tv, für BMW oder den Schulungsbereich von Audi – der Wunsch, einmal produzierte Inhalte auf möglichst vielen technischen Kanälen abzuspielen, ist groß. Die Diskussion über die fragwürdigen Lizenzbestimmungen des Apple Appstores lässt Reckmann kalt: „Wir setzen auf den HTML5-Standard und schaffen so die Voraussetzung, dass unsere Inhalte über alle Kanäle ausgegeben werden können.“ Das Anpassen auf die jeweilige Screengröße erfordert keine komplexen Reader, sondern ein paar zusätzliche Handgriffe.   

Neugeschäft, vor allem das Ausweiten von Aufträgen bei Bestandskunden, ortet der BFI-Chef auch beim Thema Events: „Fast jeder Event wird heute mit der Kamera eingefangen, redaktionell verdichtet und dann online gestellt.“ BFI ist daher mit Teams auf der CeBIT ebenso wie auf dem Genfer Autosalon oder der Detroit Motorshow. 
Crossmediale Angebote, auch jenseits des Mediums Film, sind bei BFI dagegen kein Thema. Nach dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“ urteilt Reckmann: „Unser alleiniges Geschäft ist die Produktion von Filmen für Unternehmen.“ Und da gibt es reichlich zu tun, nicht zuletzt, so Reckmann, weil auch Kundenmagazine künftig nicht mehr ohne Bewegtbild-Ergänzung auskommen“. 

mehr zur Bavaria Film Interactive 

Zur Serie: FIT FOR FUTURE
Alle Serien und Fotostrecken

© CPWISSEN 03.03.2011 17:03

Zurück

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Name (Pseudonym)*