.: Experten-Forum
Tablet-Strategie

Warum Magazin-Apps im CP scheitern

Ist der große Run auf die Apps nur ein vorübergehender Hype in der Karriere der Digital-Magazine? Für Frank Völkel, Redaktionsleiter und Technikchef bei Grasundsterne, München, spricht alles dafür. Sein Credo lautet stattdessen: HTML5 und CSS3.

Warum Magazin-Apps im CP scheitern
Frank Völkel

Warum Magazin-Apps im CP scheitern
Kaum ein Thema beschäftigt Verlage und CP-Dienstleister so sehr, wie die Perspektiven der digitalen Formate in der mobilen Kommunikation. Mit der ehrlichen Analyse tun sich viele Entscheider verständlicherweise schwer. Schließlich basiert das eigene Geschäftsmodell seit jeher auf Print. Und so fokussiert sich aktuell so mancher Top-Manager auf die „App“ – das vermeintliche Allheilmittel im krankenden Blätterwald und scheinbar das Bindeglied zwischen Print und digitaler Welt. Die Inhalte der Print-Produkte und ihrer Websites landen in Apps und sollen den Verlust im Anzeigengeschäft kompensieren. Eine Strategie, die selten von Erfolg gekrönt wird. Momentan dominiert Effekthascherei nach dem Motto „Wir haben auch eine App“. Kaum ein relevanter Business-Case ist aktuell zu beobachten.

Langsam stirbt die Hoffnung der Verlage, mit einem geschlossenen System relevante Einnahmen zu generieren. Zeitungsabos lassen sich nicht direkt auf mobile Geräte übertragen, auch nicht als App für iPad und Co. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger geht davon aus, dass die deutschen Verlage in zehn Jahren rund 50 Prozent ihres Umsatzes mit kostenpflichtigen digitalen Inhalten erwirtschaften. Eine gewagte Prognose, zumal völlig offen ist, ob die Verlage die Fehler beim Thema Paid Content im Web nicht einfach in der mobilen Ära wiederholen oder gar multiplizieren.  

Tools auf dem Vormarsch 
Damit Geld verdient werden kann, ist die Ausrichtung der Medienangebote auf mobile Geräte ein erster wichtiger Schritt. Denn den größten Zuwachs im mobilen digitalen Markt werden in den nächsten Jahren nicht mehr die Smartphones, sondern eindeutig die Tablet-PCs erzielen. Doch Zeitschriften- und Magazin-Apps haben auf lange Sicht keine Chance. Euphorisch lassen Verlage dennoch Mini-Software für viel Geld programmieren. Diese Apps binden oftmals vor allem Inhalte des Webangebots ein, die sowieso schon kostenlos verfügbar sind. Ein absurder Ansatz!

Um eine signifikante Reichweite zu generieren, müssen Verleger und CP-Dienstleister gleichzeitig mehrere mobile Plattformen bedienen: Apple iOS, Google Android und Microsoft Windows Phone 7. Unter den Bezahl-Apps, die am Markt gut funktionieren, finden sich in erster Linie jedoch nicht etwa Magazin- und Zeitungstitel, sondern Spiele oder Tools, die man schon vom Desktop her kennt. Schließlich gilt: Apps machen nur dann Sinn, wenn sie echten Mehrwert liefern – etwa als Navigationssystem, Taschenlampe oder Schlaftester. Zweifellos gibt es hier jedoch auch interessante Ansätze für das Corporate Publishing, wie beispielsweise durch die Verbindung aus Geolokalisierung und Augmented Reality. 

Websites ersetzen Apps
Während die meisten Verlage noch dem App-Heilsversprechen glauben, sind kreative Dienstleister längst einen Schritt weiter: An die Stelle der Apps treten zunehmend Websites mit HTML 5-Technologie und Media-Queries in CSS 3. Der entscheidende Vorteil von dynamischen Websites auf HTML 5/CSS 3-Basis: Erstmals ist eine freie grafische Gestaltung möglich, die sich optimal an die jeweiligen Geräte anpasst – egal ob Desktop, Smartphone oder Tablet. Auch Headlines können ab sofort –  wie bislang nur im Print – flexibel designt werden, ohne dass die Erfassung durch Google auf der Strecke bleibt. Bislang wurde jede Form von Gestaltung stets, für die Suchmaschine nicht sichtbar, als Grafik ausgeliefert. 

Ein weiterer entscheidender Vorteil der dynamischen Website gegenüber der App: Der Herausgeber hält die Vermarktung der Website in den eigenen Händen, statt sich komplett dem Betreiber des jeweiligen App-Stores auszuliefern. Eine Verlinkung ist hier lediglich zum App-Store, aber nicht zur App selbst beziehungsweise deren Inhalt möglich. Für eine dynamische Website, die der Magazin-App hinsichtlich Gestaltung und Inhalt in nichts nachsteht, gibt es jedoch keinerlei Einschränkungen. 

Die Entwicklung dieser neuen Web-Formate erfordert, dass Designer, Journalisten, TV-Profis und Programmierer viel enger zusammenrücken und ihre unterschiedlichen Befindlichkeiten, Denk- und Arbeitsweisen überwinden. Nur so entstehen herausragende Medien, die langfristig begeistern. Zweifellos wird es für mobile Websites schon bald bei allen relevanten Awards neue Kategorien geben, die den Kundennutzen in Verbindung von Usability und Messbarkeit bewerten. 

Print und dynamische Web-Formate werden vorerst nebeneinander existieren. Dabei übernimmt das Papier jedoch keinesfalls die Rolle des Top-Mediums, wie es oft gebetsmühlenartig gepredigt wird. Premium entsteht künftig aus der intelligenten Verzahnung von Text, Bewegtbild und Technologie. So entsteht eine ganz neue digitale Ästhetik, die ihre eigenen Stärken hat. Wer sich an die alte Mär „Print ist Premium“ klammert, muss aufpassen, dass er nicht unter die Räder gerät.

mehr zu grasundsterne

© CPWISSEN 14.03.2011 16:48

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von anonym |

Auch wenn der Beitrag ein paar Tage alt ist, kann ich der Argumentation nicht ganz folgen. Wir sind ein großer App-Dienstleister in Deutschland und "bauen" gerade eine CC-App für ein mittelständisches Unternehmen. Dabei stand auch eine HTML-Variante zur Debatte, die der Kunde dann nicht haben wollte. Auch war es keine Frage, wie oft die App beim Betreiber-Store heruntergeladen wird. Trotz sinkender Budgets bei Apps und fast inflationärer Verbreitung wird sie im CC nachgefragt.


Da lagen Sie wohl nicht ganz richtig mit Ihrer Prognose, Herr Völkel?

Kommentar von Robin M. |

Hallo Herr Völkel!

Ich finde Ihren Artikel ausgesprochen interessant, jedoch verstehe ich Ihren verschlossenen Standpunkt nicht ganz.

Ein Verleger muss sich meiner Meinung nach keinesfalls auf alle OS konzentrieren, vor allem Windows kann aktuellen Prognosen nach vernachlässigt werden. Es gibt umfangreiche Studien und Marktanalysen zum Anwenderverhalten, auf die man sich dabei stützen kann.
Leider habe ich die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf, aber um Ihnen ein allgemeines Beispiel zu nennen:

In Deutschland wie auch Österreich werden Smartphones hauptsächlich für schnelle Informationen (googeln), Email, Social Media, Navigation und Spielchen verwendet... ach ja, telefonieren kann man damit auch noch.
Marktführer nach OS ist natürlich Android. Wenn ich jetzt als Verleger so ausgesprochen dämlich bin und eine Android Magazin App entwickle, obwohl ohnehin fast niemand Magazine auf einem Smartphone liest, dann ist das natürlich Geldvernichtung, dagegen hilft aber auch HTML 5 nichts!

Magazine und Bücher werden Hauptsächlich auf E-Readern und Tablets gelsesn, wobei ich persönlich denke, dass die E-Reader bald den Weg der Dinosaurier gehen werden. Und wer ist der Marktführer bei Tablets?

Verstehen Sie worauf ich hinaus will? Es hängt nur von der Positionierung ab! Wenn der Verleger sich ausschließlich auf iPad konzentriert, kann er nichts falsch machen.

Ich möchte Ihre Ansichten keinesfalls in Frage stellen, und Sie haben mit sehr vielem recht, vor allem was die Möglichkeiten von HTML5 betrifft. Und es braucht nicht jeder Tante-Emma Laden eine native App, so viel ist auch klar. Diesen Hype kann ich auch nicht nachvollziehen, aber für Magazine sind sie definitiv die bessere Lösung, da der Herausgeber auch ständig auf dem Gerät vertreten ist, gespeicherte Inhalte auch offline jederzeit verfügbar sind etc.

Und ein wichtiger Punkt den Herr Schanz angesprochen hat ist auch nicht abzustreiten. Mist bleibt immer Mist, auch wenn man ihn nett verpackt, egal ob in einer web- oder native App.

Und schließlich muss ich mich auch auf meine Leser einstellen. Brigitte und die Freizeitrevue (bitte nicht wörtlich nehmen, ich weiß tatsächlich nicht, ob es die zwei als digitales Magazin gibt, ich bin unter fünfzig und lese so etwas nicht) haben vermutlich eine Zielgruppe, die nachweislich keine Tablets verwenden.

Was sie hier also kritisieren können ist lediglich die Fehleinschätzung der Entscheidungsträger in den Verlagen, die sich zu wenig Gedanken machen und die App, wie Sie richtig geschrieben haben, als Allheilmittel verstehen.

Fakt ist: web Apps und native Apps haben beide ihre Existenzberechtigung und werden ihre Plätze einnehmen, auf denen sie zukünftig nebeneinander existieren, da sie beide ihre Vor- und Nachteile haben. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass Tageszeitungen und andere Medien bei denen es um Aktualität und Geschwindigkeit geht mit einer web App besser beraten wären.
Native Apps beim Publishing als vorübergehenden Hype zu bezeichnen wäre aber äußerst töricht.

Jedenfalls aber "Danke!" für diesen netten Beitrag.

Kommentar von Frank Völkel |

Hallo Herr Heinrich,

bei der „Hardware“ gibt es ganz unterschiedliche Ansichten, ab wann ein Gerät als betagt anzusehen ist und wann nicht. Ich würde beispielsweise ein Notebook aus dem Jahre 2001 mit Internet Explorer 6 als nicht tauglich für heutige Web-Anwendungen bezeichnen, während ein Laptop aus dem Jahre 2006 mit Internet Explorer 8 durchaus gut zu gebrauchen ist. Denn das fünf Jahre alte Gerät ist bereits mit einer Doppelkern-CPU (Core 2 Duo) und ordentlich Arbeitsspeicher ausgestattet, die auch komplexes Browser-Rendering erledigen. Desktop-PCs sind in der Regel besser ausgestattet und mit kräftigeren Prozessoren bestückt – das betrifft auch ältere Geräte.

Klar, Rechenpower brauchen Animationen, dynamisches Rendern von Bildern (Canvas) und das Abspielen von hochauflösendem Bewegtbild (H.264). Hier kommen ältere Smartphones wie das iPhone 2G und BlackBerry Bold an ihre Grenzen.

Und das Thema Standardisierung hat sich seit Mai 2011 im Prinzip erledigt, indem HTML5 von der W3C als eine Art Release Candidate verabschiedet wurde. Ich glaube hier geht es um die Frage, ob man auf die neuesten Entwicklungen setzen will oder nicht. Early Adopter oder Late Adopter?

Sonnige Grüße aus München

Kommentar von Raphael Heinrich |

Hallo Herr Völkel,

haben Sie mal eine HTML5 (oder Flash) Animation auf einem früheren Desktop-PC abgespielt? Die Ladezeiten sind immens, bei einem älteren Laptop springen sofort alle Lüfter an. Diese Dinge brauchen richtig Power. Der Browser ist immer eine Zwischenschicht zwischen dem Betriebssystem (und dadurch auch der Hardware) und den Inhalten aus dem Web. Diese Zwischenschicht kostet Rechenzeit, da es nicht möglich ist, über das Web direkt auf die volle Power des Betriebsystems und somit auf die Hardware zuzugreifen. Das ist auch gut so, denn wenn das Web direkt auf meine Hardware zugreifen könnte, wäre das ein riesiges Sicherheitsproblem. Über das Web kann auch nicht auf den Festspeicher eines Gerätes (egal ob Tablet oder PC) geschrieben werden. Die Inhalte müssen also immer und immer wieder neu auf das Gerät geladen werden. Das macht die Sache zusätzlich langsam.

Native Apps hingegen haben Schreibzugriff auf den Festspeicher eines Tabletts und sprechen die Programmiersprache des Betriebssystems. Es gibt keine Hürden und es gibt direkt Zugriff auf die vollen Rechenpower. Ein Magazin, das ich einmal geladen habe, steht mir immer in Sekundenschnelle zur Verfügung. Kein erneutes Laden.

Moderne Magazin Apps bieten z.B. eine Lesezeichen Funktion an. Auf dem Tablet wird gespeichert, an welcher Stelle der Leser ein Lesezeichen gesetzt hat. Bei einer Web App geht das nicht. Die Web App hat keinen Schreibzugriff. Der Web App Betreiber muss also alle Sicherungen des Lesers auf seinen Servern speichern. Ich weiß, es gibt Cookies und seit HTML5 auch ein localStorage-Objekt, das es ermöglicht Daten lokal zu speichern. Aber es wird noch lange dauern, bis diese Elemente komplexe Strukturen und große Datenmengen "fernspeichern" können.
Es gibt hier wirklich noch extrem hohe Hürden. Die Zeit wird irgendwann kommen. Da haben Sie Recht!

Wenn die Geräte mehr Rechenleistung haben, HTML5 wirklich ausgereift und standardisiert ist und mit LTE ein wirklich schnelles mobiles Netz vorliegt, dann sind wir - technisch gesehen - so weit! Bis dahin bleiben Web Apps eine Abschreckung, zumindest wenn es um die Darstellung toller, hochwertiger Publikationen geht.

Übrigens, was gibt es für ein Magazin besseres, als auf dem Homescreen eines iPad Nutzers zu finden zu sein? Immer präsent, kein umständliches "ansurfen". Und ich habe einen Kanal zum Leser. Die Möglichkeit von Push-Nachrichten entfällt bei Web Apps auch.

Viele Grüße aus Köln!

Kommentar von Frank Völkel |

Hallo Herr Heinrich,

ordentliche Rechenleistung sollte doch kein Problem sein, dazu sind die Tablets mittlerweile auf dem Performance-Level früherer Desktop-PCs angelangt. Und WLAN/WiFi werden wohl viele dem langsameren UMTS vorziehen.
Warum sollen "Web-Apps" (Marketing-Jargon) nicht mithalten? HTML5 ist mittlerweile eine große Sammlung von Webtechniken, die jetzt in schneller Folge in den aktuellen Browsern Einzug halten. Dazu gehören beispielsweise Javascript-Animationen, Webvideos und Ortungsverfahren, alles Dinge, die grundsätzlich eine in sich geschlossene App ersetzen. Klar, der größte Feind von HTML5 sind fossile Browser vom Schlage eines IE6 oder IE7. Doch in sehr vielen Bestandteilen von HTML5 sind sich zumindest aktuelle Browser einig. Interessanterweise hat Adobe auf dem BCP 2011 in Hamburg am Beispiel einer App gezeigt, wie sie in einem simplen Frame HTML5-Inhalte vom Webserver einbinden.

Kommentar von Raphael Heinrich |

Man muss die Sache auch mal technisch beleuchten: 

Warum gibt es momentan überhaupt Apps? Man könnte doch jetzt schon alles im Web abbilden und vom Tablet aufrufen. Hier gibt es aber eine klare technische Hürde, und zwar die Rechenleistung der Tablett Computer und die langsamen UMTS-Netze. Web-Apps auf dem Tablett machen einfach noch keinen Spaß. (Web-)Apps, die nicht in der nativen Sprache eines Tablet-Betriebssystems entwickelt wurden, können beim Feeling und Handling und somit auch beim Leseerlebnis mit nativen Apps einfach (noch?) nicht mithalten. Irgendwann wird auch hier die Zeit kommen. Aber nicht, so lange ein Konsortium viele Jahre dafür braucht, einen neuen Standard fürs Web ins Leben zu rufen und jeder Hersteller von Hard- und Software sein eigenes Süppchen kocht.

Nicht zu verachten ist auch die Problematik des "Bezahlens". Ein iPad ist automatisch mit der Kreditkarte oder dem Konto des Nutzers verbunden. Die Abwicklung ist hoch sicher und sehr einfach. Mit einem Klick kann man kaufen - egal wer die App herausgebracht hat. Im Web wird es wohl nie ein einheitliches Bezahlsystem geben und die Nutzer/Leser wollen nicht für jede Zeitung oder jedes Magazin einem anderen Drittanbieter Ihre Kontodaten anvertrauen.

Die HTML5 Zeit wird sicherlich kommen, aber viele Hürden müssen noch genommen werden und v.a. Apple hat es mit Apps geschafft ein Ecosystem zu schaffen, von dem das Web momentan nur träumen kann!

Kommentar von Josef K. |

Selten so eine grobe Fehleinschätzung gelesen. Solche Diskussionen drehen sich immer um Technik. Ein schnödes PDF-Magazin werde niemals den Fähigkeiten des iPads gerecht. Publisher könnten nur mit interaktiven Magazinen mit möglichst vielen Animationen und Klickibunti Angry Birds & Co. Paroli bieten.
Hat sich denn noch niemand die App-Charts der meistgeladenen und umsatzstärksten Apps angesehen? Hier finden sich unter den Publisher-Apps fast ausnahmslos die belächelten Apps, die meist nicht mehr machen als einfach das Printprodukt nachzubilden.

Nutzer lieben es nämlich, auf dem iPad ein Magazin einfach zu lesen und nicht ständig das iPad drehen, tappen, schütteln zu müssen. Selbst die vielgepriesene Wired hat den "Bling"-Anteil ihrer iPad-Ausgabe deutlich reduziert, vor allem - wie man hört - aufgrund der Nutzereaktionen, die nach anfänglicher Begeisterung schnell die Nase voll hatten von diesen ach so tollen Features.

Ein Wort zu den sogenannten Web-Apps: Natürlich kommen HTML5-Seiten in Ausehen und Funktion vielen nativen Apps sehr nahe, das ist gar nicht das Thema. Web-Apps haben einen entscheiden Nachteil: sie werden vom Nutzer schlicht ignoriert: sie tauchen in keinem AppStore, in keinen App-Charts, in keinen App-Empfehlungen auf und sind damit in der Welt des normalen iPad-Nutzers schlicht nicht existent. Jeder kennt Angry Birds, iKiosk, Wired, Weather Pro oder Flipboard. Von welcher Web-App hat man denn schon mal gehört? Genau, gar keiner - und das obwohl browserweichengesteuerte Krüppel-Websites schon seit 10 Jahren als Next Big Shit teuer verkauft werden, heute halt eben mit dem Label "Web-App".

Besonders schlimm wird es, wenn ich "Geolokalisierung und Augmented Reality" lese. Ja glaubt denn wirklich jemand, man würde die Bäckerblume auf dem iPhone lesen, nur weil über der nächsten Bäckerei virtuell eine Brezel schwebt, wenn man die Kamera draufhält?

Sind also CP-Magazine auf dem iPad wirklich zum Scheitern verurteilt? Wenn sie die eindeutigen Nutzervorlieben ignorieren und statt dessen lieber in teuren Glitter investieren, dann ja. Unbedingt möchte man als Consultant sogar hinzufügen. Vielleicht sollte sich der ein oder andere mal vornehmen, seine CP-Magazine überhaupt mal als App aufs iPad zu bringen (Wo ist die Bäckerblume???), dafür auch mal kräftig PR und Marketing machen (bloß nicht, Kannibalisierung!) und einfach mal ein Jahr lang zu publizieren. Ich wette, dass dann keiner mehr sagen würde, CP-Magazin-Apps sind zum Scheitern verurteilt. Der Schlüssel zum Erfolg bei Werbern und Lesern ist nämlich einzig und allein Reichweite.

Zuguterletzt: Web-Apps bringen vielleicht Ärger, aber eins nicht und das ist Reichweite: Als Spiegel Online vor einigen Wochen seine Site für mobile Nutzer zur hochmodernen Web-App umgestellt hatte, musste sich die Redaktion angesichts des Proteststurms der Nutzer entschuldigen, weil vergessen wurde, den Button "Zur normalen Webansicht" einzufügen.

Kommentar von Philippe W. |

Jetzt muss ich mich als Admin, Programmierer und Ex-Kollege von Herrn Völkel hier einmal einklinken. Ja, es gibt Apps, die durchaus Sinn machen und wo Kunden dafür bereit sind, Geld zu zahlen. Und mit Kunden meine ich eindeutig den B2B-Markt.
Doch die Möglichkeiten von CSS im Level 3 haben das Webdesign auf eine neue Ebene katapultiert. Jetzt sind halbtransparente Farben, runde Ecken, Schatten usw. möglich, die das Desktop Publishing - also Print-Layout - um Längen toppen. Und der Clou daran: Heutige Browser unterstützen diese Darstellungen.
Um es in dieser Runde vielleicht noch einmal klar zu machen: Bisher war CSS eine Sprache für statische Webgestaltung mit überschaubaren Möglichkeiten. Wer zu Beginn der Dotcom-Zeiten mit dabei war, weis wovon ich rede. Mit CSS3 rückt Webdesign an die Möglichkeiten des klassischen DTP heran. Der Vorteil gegenüber Print: Animationen lassen sich einfacher erstellen und einbinden. Stylsheets dringen mit CSS3 in Bereiche vor, die bisher bei Vektorgrafik-Sprachen angesiedelt waren.
Das hohe Entwicklungstempo der Webtechniken wird in Kürze die Entwicklung von Apps, wie sie hier diskutiert weden, in Frage stellen. Schließlich stürzen sich die Webdesigner gerade auf den neuen Komfort bei der Gestaltung samt Interaktivität. Na wenn das nichts ist.

Kommentar von Markus Elsen |

@Markus, der Begriff der Web-App legt für mein Empfinden eine falsche Fährte aus. Nehmen wir beispielsweise den Car-Konfigurator auf der Website eines beliebigen Automobilherstellers. Hierbei handelt es sich ja um ein technisches Feature der Website - oder eben um eine Web-App. Jede anspruchsvollere Website bindet eine ganze Reihe von Web-Apps ein, etwa auch die Archiv- oder Suchfunktion. Was will uns der Begriff somit sagen?

Ganz anders verhält es sich selbstverständlich bei der Native App, die ein geschlossenes Profil hat und unmittelbar eine oder mehrere Funktionen bietet.

@Albert, von einem Kreuzzug gegen die App kann keine Rede sein. Allerdings ist es aktuell leider so, dass viele Entscheider in Unternehmen und auf Dienstleisterseite auf eine Magazin-App - nur um dieses Format geht es hier - setzen und dabei nicht erkennen, dass sie damit auf ein digitales Medium setzen, dessen Inhalte nicht exakt getrackt werden können. Wie passt so ein Medium in den Kommunikationsmix eines innovativ agierenden Unternehmens - vor allem da es mit einer Website auf HTML 5-Basis, die denselben Look & Feel wie eine App bieten kann, eine bessere Alternative gibt?

Kommentar von Albert |

Ich verstehe den "Kreuzzug" gegen die APPS nicht ganz. Es gibt doch auch eine Menge positiver Beispiele, die den B2B-Nutzer weiter bringen. Es muss ja nicht ein schnödes Magazin sein. Ich sage nur Kundennutzen, und der kommt mir hier einfach zu kurz. Wie wäre es, wenn an dieser Stelle von den Damen/Herren der HTML5-Fraktion einmal konkrete Beispiele angebracht würden? Und jetzt bitte nicht kneifen!

Kommentar von Frank Völkel |

Hallo Herr Sauter,
bei dem Thema App gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten und Umsetzungen. Es beginnt bei einfacher Integration eines Dokuments (PDFs) in eine App, so etwas kostet in der Tat - inklusive turnusmäßiger Updates - vergleichsweise wenig. Eine andere Möglichkeit wäre hier die betreffende Magazin-App auf dem Desktop des Tablets per Icon zu hinterlegen - das sieht dann optisch genauso aus wie die einfache App.

Kommentar von Sascha Brauner |

Vielen Dank für diesen spannenden Artikel der Position bezieht und gleichermaßen Fragen aufwirft.

Eigentlich diskutieren wir hier doch zwei verschiedene Themen. Zum einen die ewige These „Print vs. Online“ und zum anderen die Frage „Sind Apps eine Einbahnstraße für CP?“.

Aus meiner Sicht als technischer Dienstleister im Bereich Online hat jeder Publishing-Kanal zuerst einmal seine Berechtigung. Natürlich verlieren Print und TV-Nachrichten permanent an Boden zugunsten der Online-Medien. Allerdings handelt es sich dabei um einen natürlichen Prozess, der sich nicht von außen beschleunigen oder verlangsamen lässt. Das Entscheidet nur die jeweilige Gesellschaft und deren Bereitschaft zum Wandel.

Nachrichten sind ein schnelles Gut, da zählt immer nur die Aktualität der Information und wie schnell sie beim Leser ist.
Andere Informationsformen wie beispielsweise Bücher, um mal das andere Extrem zu nennen, werden wohl noch vergleichsweise lange als Printobjekt ihre Anhänger haben oder gar nie aussterben.

Nun zum Thema Apps. Wie bereits mein Vorredner Martin Thiemann zum Ausdruck brachte ist eine App einfach nur ein anderer, neuer Container für Inhalte. Allerdings mit dem gegenwärtig anhaltenden Effekt, dass manche Apps die Fähigkeit zur User-Bindung haben. In wieweit dies für Nachrichten und im speziellen für CP gilt, wird sich noch zeigen. Vorteile sind hier sicher auch dass eine einmal installierte App auf einem Mobil-Gerät einen direkteren Kanal zum Leser darstellen kann als das Browserbookmark einer Website. Hinzu kommt dass die App im AppStore vielleicht auch Nutzer findet, die über die entsprechende Website nie stolpern würden.

Dennoch muss man auch ganz ehrlich sagen, dass es wenig effizient und sinnvoll ist, eine CP-App für jedes OS zu bauen und zu pflegen, um auch jeden potenziellen Leser mit jedem möglichen Betriebssystem zu erreichen.

Mein persönliches Fazit: Das Internet ist wie kein zweites Medium seit je her ein Motor für die Plattformunabhängigkeit. Eine App ist ein Schritt zurück zur Plattformbindung. In meinen Augen kann Sie nur eine Brückentechnologie sein, die mit Sicherheit irgendwann ganz durch HTML5 und CSS3 abgelöst wird.

Kommentar von Christian Sauter |

Herr Völkel, Sie schreiben, dass Verlage für "viel Geld" "Mini-Software" entwickeln lassen. Eine Magazin-Komplettlösung für iPad kostet heute nur einige Tausend Euro Einmalkosten und die laufenden Kosten bewegen sich im niedrigen Hunderterbereich/Monat. Angesichts dieser geringen Eintrittshürden können Unternehmen durchaus die Option prüfen, die Benutzerakzeptanz mit einem sehr geringen wirtschaftlichen Risiko zu testen.

Kommentar von Frank Völkel |

Hallo Herr Schanz,
es geht ausschließlich um den Kundennutzen, die richtigen Inhalte und die Messbarkeit, konkret belegbar mit (Zugriffs-) Zahlen. Doch ohne den Einsatz der sich gerade etablierenden Technologie sind die erstgenannten Kriterien reine Makulatur.

Kommentar von Markus Umbach |

Web App oder Native App? Nach meiner Meinung ist einzig und alleine die Frage nach der Zielgruppe das entscheidende Kriterium

Kommentar von betablocker12 |

Hallo in diese Runde,
als Vertreter eines Dienstleisters stelle ich mir die Frage, ob denn hier alle so den richtige Blick haben. Hier lese ich nirgendswo, wie denn bitteschön Geld mit den digitalen Dingen verdient wird. Wir machen viele eher kleine Print-Produkte und ich kann nur sagen: Es ist ein Deckungsbeitrag zu liefern, den ich so bei Apps & Co nicht sehe. Vielleicht haben wir auch andere Kunden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas vergleichbares zum heutigen erzielbaren Seitenpreis gibt. Und jetzt können wir gerne einmal darüber diskutieren. Technik ok, aber der Kunde muss es verstehen und auch bezahlen.

Kommentar von Stefan Schanz |

Hier über mir steht eine Menge Interessantes und Richtiges. Über Tools und Technik. Über Kunden (null Suchtreffer), Leser (1 Suchtreffer in einem Kommentar) und deren Bedürfnisse ( ? ) steht hier aber: Nichts. Diese gleich mehrfach einseitige Denkrichtung (Technik und inside-out) ist nicht nur hier zu beobachten, sondern in vielen Diskussionsrunden und Veranstaltungen zum Thema Publishing. Ich habe das Gefühl, dass wir ein bisschen zu viel über die Verpackung reden und deutlich zu wenig über Inhalte und Nutzen nachdenken.

Wollen wir mal horchen, was der (unbekannte) Leser dazu sagt?

“If I care enough about your content, you can give it to me on stone tablets
in cuneiform and I’ll find a way to use it.

If I care a bit, I’ll go where it’s the right combination of easy, affordable and reliable.
(But: if you want me to pay, I’d better be making money or having fun somehow.)

If I don’t care at all, there is nothing you can do, not even really nice swipe effects,
which will make me care.

Come back when you’ve fixed the content.
Come back when you can show me a new perspective.
Come back when you make me faster or smarter.
Come back with fundamental, not cosmetic, innovation.

We’ll talk then.”

(Zitat eines unzufriedenen App-Users, Quelle leider verlegt)

Kommentar von Frank Völkel |

Was Tablets und deren gestaltete Inhalte anbelangt, so sind wir doch bei Stunde Null: Die Möglichkeiten des berührungsempfindlichen Bildschirms müssen erst einmal erkannt und neue Ideen umgesetzt werden. In Verbindung mit dem Lagesensor, Geolokalisation und Spracherkennung. Es muss über ein "Zusammenwürfeln" von Text, Bild, Animation und Video hinausgehen.

Kommentar von Alexander Schell, Institutsleiter eifk |

Sie haben vollkommen recht, lieber Herr Völkel! Sie als Agentur-Dienstleister und wir als Tester des CP-Erfolgs müssen die oft blauäugigen Entscheider in den Unternehmen noch besser aufklären. Wie oft wird erst einmal eine App beim "Hot Shop" um die Ecke in Auftrag gegeben, ohne sich darum zu kümmern, wie denn die Zielperson die hippe App ohne Hilfe unter den rund 300.000 Angeboten im App-Store finden soll. Und während alle im Unternehmen stolz auf die App sind, müht sich der arme mobile Kunde unterwegs damit ab, den Content der Corporate Website auf seinem iPhone oder iPad sicht- und lesbar zu ziehen. Aus unseren Analysen geht ganz klar hervor: Eine (iPhone-) App ist für den Business-User nur dann wertvoll, wenn sie ihm aktuellste Infos oder Location Based Services bietet oder wenn sie mit einem ähnlich großen direkten Nutzwert (z.B. bestechende Augmented Reality Apps) hausieren geht.

Kommentar von Holger Koenig |

Kompliment Frank Völkel und Danke für diesen Beitrag. Was geschieht, wenn man ihn liest? Man reagiert - per Kommentar oder innerlich. Was wollte man erreichen, mit einem Experten-Beitrag? Mindestens gelesen werden, gern eine Diskussion in Gang bringen, bestenfalls eine direkte Kontaktaufnahme generieren. Warum ist das hier so bequem und schnell zu erledigen? Weil es einen Rück-Kanal gibt, genug Zeit um diese Uhrzeit (ich stimme Martin Thiemann zu), und eine gefühlt unmittelbare Beteiligung. Völkel schreibt: "Premium entsteht künftig aus der intelligenten Verzahnung von Text, Bewegtbild und Technologie." Stimmt. Das geschieht gerade, auch auf dieser Seite. Papier ist schon weg, Bewegtbild ist im Anmarsch.

Kommentar von Martin Thiemann |

Ein gelungener Beitrag, der die allgegenwärtige Euphorie etwas bremst und zum hinterfragen anregt! Wir befinden uns in einer spannenden Zeit, der Übergang von print zu digital scheint sich aufgrund neuer Nutzergenerationen/-verhalten und neuer technischer Möglichkeiten zu vollziehen. Besonders interessant finde ich den Aspekt des Tablet-PCs. Ein neuer Container für Inhalte, dessen Use-Case sich aber deutlich unterscheidet von Laptop, Desktop-PC und Smartphone. Die Verweildauer der iPad-Besitzer ist nachgewiesen deutlicher länger als der Leser mit "normalen" PCs, die Nutzung verlagert sich auch in die Abendstunden. Die Beschäftigung mit den Inhalten wird intensiver, eine Entschleunigung im Web findet statt. Diese Faktoren werfen auch die Frage auf, nach welchen Kriterien wir Erfolge im CP messen: Klicks, Verweildauer ... ? Danke für den anregenden Artikel!

Kommentar von Markus Elsen |

Danke Markus für Dein Fazit. HTML 5 und CSS 3  sind ganz klar aktuell die Technologien nach Wahl für mobile digitale CP-Medien. Wunderbar, dass wir erstmals E-Mags realisieren können, die alle Vorteile von Print, Online und Bewegtbild  in sich vereinen. Aus journalistischer und aus CP-Sicht entsteht hier ein ganz spannendes neues Format. Und das Beste: Online-Shops, Social Media und digitale Mehrwerte aller Art können bei attraktivster Gestaltung komplett ohne Medienbrüche angedockt werden. So ergeben sich optimale Perspektiven für Impulskäufe und - anfragen sowie erstmals einen Kunden- und/oder Mitarbeiterdialog in Echtzeit.

Kommentar von Markus Umbach |

Ein ejournal sollte nach meiner Meinung der "Verlängerte Arm" der Printausgabe sein: die selben Inhalte wie die Printausgabe beinhalten, aber diese um interaktive Elemente und zusätzliche Informationen erweitern und diese über weiterführende Links mit verknüpfen. Das ejournal sollte dabei alle technnischen Möglichkeiten des Internets nutzen: animierte Grafiken, Videos und Sound, Kommentarfunktion u. a.. Ich würde deshalb (wenn es geht) immer auf HTML5 setzen.

Kommentar von Marcel W |

Seien wir doch mal ehrlich. Papier ist ein höchst anachronistisches Medium, das - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht mehr in unsere hochtechnisierte Zeit passt.  Die höchste Beachtung erfahren Informationsbroker, die relevante Nachrichten nahezu in Echtzeit  liefern. Aktuelles Beispiel: die Live-Ticker zur Atom-Krise in Japan. Wie altmodisch wirkt hier ein Kundenmagazin, das eine verbindliche Deadline hat, höchst aufwendig gedruckt und von Menschenhand distribuiert werden muss. Machen wir uns nichts vor: Print ist keineswegs Premium, sondern die ganz alte Welt. Völkel hat recht, wenn er schreibt, dass es Magazin-Apps nicht geben dürfte. Sie werden von  Print-Menschen präferiert, die nicht verstanden haben, wohin die digitale mobile Entwicklung geht. Die Zukunft gehört dynamischen Websites. Alles andere ist Humbug.

Kommentar von Frank Völkel |

Was sind denn flüchtige Botschaften? Ein Magazin landet nach dem Lesen im Altpapier, während es meistens im Netz ein Archiv aller Ausgaben gibt. Haptik und Anmutung sind aus meiner Sicht ein kulturelles Thema, da sind Tablets nur ein weiterer Schritt. Wer trauert beispielsweise heute noch der Schriftenrolle nach?

Kommentar von Dieter Reichert |

Guter Artikel! Das Thema App zeigt die Strategie-Schwäche von Verlagen einmal neu. Es freut mich dass das Thema langsam eine angebrachte Diskussion findet. In diesem Link ein kleines Beispiel von censhare für eine HTML-App. http://www.youtube.com/watch?v=CIabRekyDSc

Kommentar von Michael S. |

Nun ja, wie so oft wird die Wahrheit dazwischen liegen, wobei das Gesagte ganz überzeugend klingt. Es gibt da aber noch einen anderen Aspekt. Der liegt im Gefühl des Betrachters, der seit 15 Jahren immer wieder erfahren hat, dass "Web" ein flüchtiges Medium ist. Das wird sich so schnell auch mit HTML5 nicht ändern. Also wird er eine Webseite emotional anders einstufen als eine App oder Print. Print ist King, weil wir in einer Welt der materiellen Dinge leben, die für uns jenseits der täglichen digitalen Informationsflut fassbar bleiben muss. Ein gut gemachtes Digitales Magazin kommt von der "haptischen" Wirkung dem gewohnten Print schon sehr nahe und wenn die Zeit der Gimmicks vorbei ist, werden wir auch intelligent gestaltete Digitale Magazine haben, die lesbar sind. Das Vergängliche kann mit HTML5 sicher schöner verpackt werden, aber wenn der Kunde seit zehn Jahren nicht bereit ist, für flüchtige Botschaften zu zahlen, warum sollte er das morgen tun? "The Wrapping is the Message", aber "Substanz entscheidet".