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Uni Würzburg positioniert sich mit Podcast zur Digitalisierung

Wie man Unternehmens-Anfragen zur Digitalisierung gebündelt beantwortet, seinen Studenten der Wirtschaftswissenschaften nicht nur Studieninhalte sondern auch moderne Medientechnik vermittelt und gleich noch die Uni ins Gespräch bringt, zeigt ein Professor an der Universität Würzburg.

ERP-Podcast der Uni Würzburg

Es kommt nicht selten vor, dass sich Unternehmen am Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg zu Aspekten der Digitalisierung und dem Einsatz von spezieller Software informieren. Lehrstuhlinhaber Professor Axel Winkelmann kam da die Idee, Fragen rund um Unternehmenssoftware und die Potenziale der Digitalisierung einfach im Podcast zu beantworten. Der ERP-Podcast war geboren. ERP steht für „Enterprise Resource Planning“ und bezeichnet Softwarelösungen, die betriebswirtschaftliche Prozesse in Produktion, Vertrieb, Logistik, Finanzen und Personal steuern und auswerten.

„Wir geben Impulse und Tipps, Fachbuchempfehlungen spielen auch eine Rolle“, sagt Winkelmann. Mit eigenen Gedanken und Interviews richtet er sich an alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von betriebswirtschaftlicher Software auseinandersetzen. Interviewpartner kommen aus Branchen wie Automobil, Banken, Bau, Handel und anderen.

Was vor zehn Monaten als Testballon zur Wissensvermittlung unter www.erp-podcast.de startete, ist inzwischen etabliert: Der Professor produzierte mit seinem Team fast 50 Folgen. 2017 wurden sie 50.000 Mal abgerufen. Ganze 12.000 Mal hörten sich die Interessierten die kompletten Folgen über 30 bis 60 Minuten an. Wirtschaftsinformatiker Winkelmann:

„Vor kurzem bedankte sich ein Unternehmer bei mir, der während der sonst ungenutzten Zeit auf langen Autofahrten unseren Podcast hörte.“

Mit provokativen Thesen wöchentlich 5.000 Abonnenten angepeilt

Provokativ formulierte Titel wie Tradition ist kein Geschäftsmodell sollen unterschiedliche Interessengruppen – insbesondere auch außerhalb der Universität – ansprechen. Immer wieder fließen auch zukunftsweisende Erkenntnisse aus Forschungsprojekten - etwa zu digitalen Schnittstellen (eStandards) oder zur Verknüpfung von Robotik und betriebswirtschaftlicher Software - in den ERP-Podcast ein.

Audiodateien für einen Podcast in guter Qualität sind vergleichsweise einfach zu erstellen. Für Aufzeichnung und Schnitt reichen Aufnahmegerät oder Computer sowie ein Audioschnittprogramm wie der Open-Source-Audioeditor Audacity.

Für 2018 hat Winkelmann mit seinen Mitarbeitern und Studierenden die Messlatte schon recht hoch gelegt: Das Team hofft auf mehr als 100.000 Folgen-Downloads und dauerhaft 5.000 wöchentliche Abonnenten. 

© CPWISSEN am 01.02.2018 10:26

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