"Das Internet entwickelt sich zum audio-visuellen Medium"
Achim Beißwenger, Gründer und bisheriger Betreiber der Audiovisual Media Days, sieht seinen Branchentreff unter der Regie der Medientage München auf gutem Weg. Was Besucher der AMD11, vor allem jene aus dem Umfeld des Corporate Publishing, erwarten dürfen, erläutert er hier im Interview.
Herr Beißwenger, was erwartet Verantwortliche aus Corporate Communication und Corporate Publishing bei der AMD 11?
Praxisnähe! Bewegtbild im Internet ist zweifelsfrei das Trendthema der Branche. Lange Zeit wurde es eher abstrakt auf der Meta-Ebene diskutiert, doch jetzt hält es Einzug in den Unternehmen. Entsprechend lautet unser Motto der diesjährigen AMD11: From Vision to Reality. Über 40 nationale und internationale hochkarätige Branchenexperten zeigen, wie es um den Markt und den konkreten Nutzen für Online-Video und Web TV bestellt ist. Neben zahlreichen Best Practice Beispielen werden wir auf der AMD 11 auch die Herausforderungen für die Zukunft thematisieren – etwa die noch ausbaufähigen Reichweiten von Tablet Apps.
Welche Beiträge empfehlen Sie speziell den CPWISSEN-Lesern?
Aus Sicht von Unternehmenskommunikatoren dürften die Beiträge von Hans-Peter Kleebinder (Audi AG), Andreas Wieser (Swarovski) und Andreas Gall, (Red Bull) besonders interessant sein. Alle drei Unternehmen messen den audiovisuellen Medien eine besonders exponierte Stellung im Marketing-Mix bei. Der Vortrag „War4Talents- Der Einsatz von Bewegtbild im Personalmarketing“ von Professor Gernold P. Frank zeigt darüber hinaus, wie neue Wege im Dialog mit Mitarbeitern beschritten werden.
Wohin marschiert das Bewegtbild?
Das Zusammenwachsen von Social Media und Online-Video ist ein wesentlicher Treiber des Markts. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom werden dieses Jahr fünf Millionen Hybrid-TV-Geräte verkauft, und jeder zweite Deutsche will über sein herkömmliches TV-Gerät im Internet surfen. Das entspricht einer knappen Verzehnfachung innerhalb von zwei Jahren. Eine unglaubliche Zahl und Entwicklung, die wir auf unserem Panel „Smart TV – Was wir von der Vereinigung von Fernsehen und Internet erwarten dürfen“ mit führenden Markttreibern ausführlich diskutieren werden.
Auf was freuen Sie sich bei der diesjährigen AMD Conference ganz besonders?
Auf eine ganz wesentliche Neuerung bei der AMD Conference: Wir geben dem Nachwuchs die Chance, sich vor einem hochkarätigen Publikum zu präsentieren. Auf unserer Abschluss-Veranstaltung am zweiten Kongress-Tag erläutern ausgewählte Start-Ups ihre innovativen Geschäftsmodelle. Auch für alte Branchen-Hasen sicher eine tolle Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen. Gespannt bin ich persönlich auch auf die Abendkeynote von Bernd Kolb, Gründer des Club of Marrakesh.
Was hat sich für Sie persönlich seit dem Einstieg der Medientage München bei der AMD verändert?
Soviel vorweg: Wir sind ein tolles Team, bei dem jeder seine Kompetenzen entsprechend ausspielen kann. Ich werde auch weiterhin aktiv das Programm der AMD mitgestalten. Ohne zu sentimental werden zu wollen: Als Gründer der AMD ist mir die Veranstaltung natürlich sehr ans Herz gewachsen.
Wagen Sie doch bitte einmal einen Blick in die Zukunft: Wie müssen wir uns die AMD16 vorstellen – also in fünf Jahren?
Eine spannende Frage. Schon jetzt ist zu beobachten, dass das Internet zunehmend zu einem audio-visuellen Medium wird. Dieser Trend wird anhalten. Entsprechend wird das Thema Bewegtbild im Internet und an den heimischen TV-Geräten auch massiv an Bedeutung gewinnen. Ich würde mich freuen, wenn es uns gelänge, die AMD Conference in fünf Jahren zu der weltweit führenden Veranstaltung in diesem Segment auszubauen.
© CPWISSEN 11.05.2011 15:49






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