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Dos and Dont's von Mark Schlossarek

Corporate Video: Eine Botschaft, ein pointiertes Finale

In den USA überschlagen sich in diesem Jahr die Zahlen zur Effizienz von Videos im Online-Marketing. Zeit für ein paar Dos and Don'ts. Mark Schlossarek von Movingimage hat sie.

Mark Schlossarek, Movingimage

Von 41 Prozent mehr Organic Traffic, also nicht bezahlten Suchergebnissen, und 51 Prozent Kaufentscheidungen bei unter 40-Jährigen, wenn Videos im Spiel sind, berichten die Adélie Studios in den USA. Menschen können Bilder schneller verarbeiten als Texte, emotionale Videos ziehen die Empfänger tief in das Geschehen hinein. Naheliegend, dass auch das Online-Marketing das Corporate Video längst entdeckt hat und zunehmend intensiver nutzt. 

Unternehmen sollten allerdings einiges beachten, wollen sie die Stärken von Videogeschichten voll ausschöpfen. Mark Schlossarek, Leiter der Videoproduktion bei Movingimage, erläutert Dos and Don’ts beim Video-Storytelling:

Einfach halten. Eine gute Storyidee für ein Video funktioniert wie ein guter Witz. Die Idee sollte sich in wenigen Worten niederschreiben lassen und ein Thema aus einer unerwarteten Perspektive betrachten. Ist sie nicht in fünf bis zehn Sätzen beschreibbar, ist sie zu kompliziert und muss weiter bearbeitet werden.

Auf eine Botschaft konzentrieren. Ein entscheidender Aspekt für eine einfache Videogeschichte ist die Konzentration auf eine zentrale Botschaft. Mehrere Messages auf einmal unterbringen zu wollen, ist nicht empfehlenswert. Das Zuspitzen des Videos auf ein pointiertes Finale kann nur mit einer einzigen Botschaft gelingen.

Die Intelligenz des Empfängers respektieren. Unternehmen dürfen nicht den Fehler machen, "einfach" mit "einfältig" zu verwechseln. Videostories müssen unbedingt die Intelligenz der Betrachter respektieren. Fühlen sie sich als Dummerchen hingestellt, werden sie sich mit den Inhalten der Videos nicht identifizieren, sondern sich davon distanzieren.

Glaubwürdig bleiben. Egal, ob eine Videogeschichte mit Schauspielern inszeniert oder dokumentarisch erzählt wird – wird am Budget gespart, kann es an Qualität und damit an Glaubwürdigkeit mangeln. Bei Doku-Formaten sollten den Protagonisten keine Sätze in den Mund gelegt werden. Sonst wirken sie nicht authentisch und werden damit ihrer spezifischen Stärke beraubt.

Nicht für Imagefilme nutzen. Mit ihren spezifischen Charakteristika sind Videogeschichten vor allem für Werbefilme prädestiniert. Für Imagefilme wie Unternehmensportraits eignet sich dieses Format eher nicht. Das Ziel solcher Videos ist häufig, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen. Eine pointierte Zuspitzung im Sinne des Storytelling ist mit diesem Ziel nur schwer vereinbar. 

© CPWISSEN am 13.11.2017 12:25

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