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PwC Sports Survey

AR und VR sollen Wachstum der Sportindustrie sichern

Die Sportindustrie schlägt Alarm. Die Umsätze in der Wachstums-verwöhnten Branche brechen ein. Mitschuld sind, so lässt sich aus dem PwC Sports Survey 2017 schließen, langweilige Sportübertragungen im TV.

PwC Sports: the most disrupted of all industries?"Die Sportindustrie steht vor einem Wendepunkt. Nachhaltiges Wachstum ist künftig das Privileg einiger weniger Premium-Segmente. Insbesondere die jüngere Generation nutzt Medien heute anders", so Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Anders heißt beispielsweise, statt einem langweilig moderierten Skirennen packt man schnell den Laptop aus und spielt E-Sport als Computerspiel. Ballhaus kann es mit einer vorangegangenen Studie zum rasanten Wachstum von E-Sport belegen. Sprich: Der Sportübertragung fehlt der Pep, die Unterhaltung kommt zu kurz.  


Einschaltquoten sinken

Das gilt zunehmend für Wintersportarten und die Olympischen Spiele. TV-Einschaltquoten sind rückläufig. Anders der Fußball. Ihm bleiben die Fans auch vor der Glotze treu. Der Sportindustrie ist das aber nicht genug: 57 Prozent der Befragten aus der Branche sehen im veränderten Medienkonsum unter den Jüngeren die größte Bedrohung, vor der die Sportindustrie derzeit steht. In Zahlen heißt das, sie rechnen mit einem Einbruch beim Umsatzwachstum von über 20 Prozent über die nächsten drei bis fünf Jahre. Das Wachstum sänke demnach von heute acht auf dann 6,4 Prozent. 

Was dagegen tun? Die Sportindustrie erwartet mit Mehrheit neue attraktive Sportübertragungen. 68 Prozent hoffen auf Virtual Reality (VR). "Die Frage ist nicht, ob sich VR künftig auf die traditionelle Übertragung von Sportereignissen auswirken wird, sondern vielmehr, wann dies geschieht. Virtual und Augmented Reality haben beide das Potenzial, das Zuschauererlebnis beim Sportkonsum zu revolutionieren – und damit auch die Art und Weise, wie solche Events medial aufbereitet werden", ist Ballhaus überzeugt.

Allerdings sind sich die Befragungsteilnehmer auch einig, dass noch einige technologische Hürden zu überwinden sind, ehe VR und AR im Sportbereich ihr volles Potenzial ausschöpfen können.

Für die Studie hat PwC zwischen Mai und Juni 2017 Vertreter der Sportindustrie zu den wichtigsten Herausforderungen der Branche befragt. Die Ergebnisse basieren auf der Meinung von rund 200 hochrangigen Marktexperten. Im Zentrum der Studie standen aktuelle Schlüsselthemen wie die künftige Entwicklung des Sportrechtemarkts und die Zukunftsaussichten von technischen Innovationen wie Wearable- und Sensortechnik oder Virtual und Augmented Reality.

PwC Sports

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© CPWISSEN am 28.09.2017 20:09

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