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Advertiser hoffnungsfroh

Apple geht für Podcasts in die Daten-Offensive

Der Podcast taugt für die Marketing-Kommunikation nur, wenn er mit Nutzerdaten unterfüttert wird. Apple liefert.

Apple Podcast
Der Run auf Content Marketer und Werber beginnt

Apple zog in Sachen Audio auf seiner Entwicklerkonferenz vergangene Woche gleich mehrere Pfeile aus dem Köcher. Da ist zum einen der HomePod – als Antwort auf Amazon Echo und Google Home. Daneben sollte man aber nicht übersehen, was dem Podcast – mit Audio- Serien in den USA gerade im zweiten Frühling – auch hierzulande neuen Auftrieb verspricht: Apple verspricht bessere Analysedaten für Podcasts und weckt damit auch in der Marketing-Kommunikation großes Interesse.

Wann sind Hörer welcher Altersgruppe gegenüber welchen Inhalten aufgeschlossen, wann brechen sie das Zuhören einer Episode, gar des gesamten Podcasts ab? Mit dem renovierten iOS 11 soll es ab Herbst über die vorinstallierte "App Podcasts" für jede Podcast-Episode Antworten geben. Apple will seine bisherige Zurückhaltung auf- und mehr Daten preisgeben als die üblichen Downloadzahlen. Hier könnte sich ein Audio-Durchbruch größeren Ausmaßes anbahnen. Denn mit 400.000 Angeboten und rund 14 Millionen Episoden bietet Apple die größte Podcast-Plattform weltweit an. 

Content Marketern, Werbern und Audio-Produzenten treiben die Pläne aus Cupertino schon jetzt den Glanz in die Augen. Der Podcast kommt in der Marketing-Kommunikation an. Von Unternehmen produzierte Sponsored Messages, auch Serien, rücken nahe. Spannend wird es vor allem bei kanalübergreifenden Konzepten, die den Podcast online mit Microsites, Bonus-Angeboten, Coupons, Probefahrt und anderen Vorteilen für Kunden und Neukunden verbinden. Weiterer Vorteil: Die Podcast-Feed-Spezifikationen werden erweitert. Dadurch lassen sich Staffeln und Episoden sehr viel konkreter beschreiben als bisher.

Noch ist nicht alles Hochglanz

Die Daten werden – zumindest in nächster Zeit – noch nicht verraten, wie das User-Verhalten bei einzelnen Werbeelementen innerhalb einer Episode aussieht, auch nicht, woher die Nutzer im Nirwana des Netzes kommen und wohin sie wieder entschwinden. Aber immerhin lässt sich eruieren, ob vorgespult wird, um vielleicht eine Werbung zu überspringen. Vorausgesetzt der User spielt mit. Aus datenrechtlichen Gründen kann er seinen Identifier jederzeit zurücksetzen. Immerhin ist ein vielversprechender Anfang gemacht.

Apples Podcast Analytics

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© CPWISSEN am 26.06.2017 14:23

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